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Rubenheim
LUA lehnt Erweiterung des Kalksteinbruchs ab

Rubenheim/Saarbrücken. Das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) hat der Firma Schmitt Kalksteinbruch GmbH & Co. KG in Mandelbachtal am Mittwoch einen ablehnenden Bescheid für die beantragte Erweiterung des Kalksteinbruchs am Standort Rubenheim zugestellt. red

Das Vorhaben sei gleich von mehreren Schutzgebieten umgeben. Unmittelbar angrenzend liege das Naturschutzgebiet „Südlicher Bliesgau / Auf der Lohe“, das aus dem von Bund und Land finanzierten Naturschutzgroßvorhaben „Saar-Blies-Gau / Auf der Lohe“ hervorgegangen ist. Das geplante Abbaugebiet liege zudem in der Entwicklungszone der Biosphäre Bliesgau, unmittelbar benachbart zu einer der Kernzonen und der Pflegezone. Die genannten Schutzgebiete seien gleichzeitig Teil des europaweiten Schutzgebietsystems Natura 2000. Nach eingehender Prüfung der natur- und artenschutzrechtlichen Belange komme die Genehmigungsbehörde zu dem Ergebnis, dass das Vorhaben zu nachhaltigen und weitreichenden Konflikten mit den Schutzzielen der ausgewiesenen Schutzgebiete und zu Verstößen gegen die Vorschriften des Bundesnaturschutzgesetzes zum Artenschutz insbesondere im Hinblick auf geschützte Vogelarten führe. Darüber hinaus seien erhebliche Beeinträchtigungen von Quellen und Quellbereichen mit gesetzlichem Schutzstatus zu erwarten.

Das LUA habe das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz über die Zustellung des Bescheids an die Firma Schmitt informiert. Der saarländische Umweltminister Reinhold Jost bewertet die Entscheidung als „absolut nachvollziehbar und konsequent im Sinne des Natur- und Artenschutzes“. Mit Blick auf den Status des Biosphärenreservates Bliesgau sei Jost durch das Prüfungsergebnis erleichtert. „Bei nicht konsequenter Umsetzung der Schutzvorschriften wäre dieser Status in Gefahr geraten, für das Naturschutz- und Natura 2000-Gebiet könnten Klagen und schlimmstenfalls ein Vertragsverletzungsverfahren drohen“, so der Minister in einer Presseerklärung.