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Medelsheim im Krieg
Zerstörte Kirche in Medelsheim vor 60 Jahren wieder geweiht

 Die Medelsheimer Pfarrkirche heute, nachdem sie nach der Zerstörung vor 60 Jahren von Bischof Josef Wendel wieder geweiht wurde.
Die Medelsheimer Pfarrkirche heute, nachdem sie nach der Zerstörung vor 60 Jahren von Bischof Josef Wendel wieder geweiht wurde. FOTO: Wolfgagng Degott / Wolfgang Degott
Medelsheim. Vor inzwischen 80 Jahren, genau am 13. September 1939, gleich nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges, wurde die Medelsheimer Pfarrkirchen aus militärischen Gründen durch deutsche Artillerie beschossen und brannte vollständig aus.

Nur die Umfassungsmauern blieben stehen. Sie sollte den einrückenden französischen Truppen unmöglich machen, den Kirchturm zur Aufklärung zu nutzen. Im März, vor der Befreiung des Dorfes durch amerikanische Streitkräfte, wurde die Ruine nochmals beschossen, sodass das Mauerwerk noch weiter beschädigt wurde.

Am 20. April 1947 beschloss der Kirchenrat, in persona der neu gewählten Johann Jakobi, Isidor Schöndorf und Jakob Schreiben (alle aus Medelsheim) sowie Jakob Faber, Nikolaus Haßler und Alois Wendel aus Peppenkum und unter dem Vorsitz von Pfarrer Karl Beil die Pfarrkirche wieder aufzubauen. Die Pläne dazu hatte Architekt Ludwig Kreiser aus St. Ingbert beigesteuert. Am 7. Juli 1948 begann die Rubenheimer Baufirma von Viktor Deppner mit den Wiederaufbauarbeiten an der St. Martin-Kirche. Am 16. Oktober 1949 erfolgte durch den aus Blieskastel stammenden Speyerer Bischof Joseph Wendel die Weihe der wieder aufgebauten Kirche.