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Löschbezirksführer bestätigt
Das neue Domizil ist schwer in der Mache

 Nach den Ehrungen bei der Feuerwehr Herbitzheim (von links) versammelten sich zum Gruppenbild: Wehrführer Stefan Lugenbiel, Manfred Rippel, der Jugendbeauftragte Andreas Wesely, Bürgermeister Alexander Rubeck, Johanna Rubeck, der Gemeindejugendbeauftragte Matthias Motsch, Löschbezirksführer Florian Sperling, Kreisbrandinspekteur Uwe Wagner, Marco Fuchs, Gerlando Abbate, Markus Fromm, Jens Buhr, Marco Scherer, Wolfgang Albrecht, Peter Becker, Maximilian Theis und Ortsvorsteher Hans-Jürgen Domberg.
Nach den Ehrungen bei der Feuerwehr Herbitzheim (von links) versammelten sich zum Gruppenbild: Wehrführer Stefan Lugenbiel, Manfred Rippel, der Jugendbeauftragte Andreas Wesely, Bürgermeister Alexander Rubeck, Johanna Rubeck, der Gemeindejugendbeauftragte Matthias Motsch, Löschbezirksführer Florian Sperling, Kreisbrandinspekteur Uwe Wagner, Marco Fuchs, Gerlando Abbate, Markus Fromm, Jens Buhr, Marco Scherer, Wolfgang Albrecht, Peter Becker, Maximilian Theis und Ortsvorsteher Hans-Jürgen Domberg. FOTO: Wolfgang Degott
Herbitzheim. Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen bei der Feuerwehr Herbitzheim.

Alter und neuer Herbitzheimer Löschbezirksführer ist Florian Sperling. Er wurde in der Jahreshauptversammlung der 26 Aktive umfassenden Einheit für weitere sechs Jahre wiedergewählt. Auch sein Stellvertreter blieb mit Jens Buhr derselbe. Innerhalb seines Rechenschaftsberichtes sprach Sperling von 13 Einsätzen, davon drei Brände und acht technische Hilfeleistungen, die erfolgreich absolviert worden seien. Eine große Herausforderung sei derzeit der Neubau des Feuerwehrgerätehauses, bei dem die ehrenamtlichen Wehrangehörigen bisher rund 700 Stunden für Trockenausbau, elektrische Leitungen, Heizung und Sanitär erbracht hätten. Es werde weiter zügig gearbeitet, damit das neue Domizil Ende des Jahres bezogen werden könne.

Dreimal sei der Alarmzug mit den Nachbarlöschbezirken Bliesdalheim und Rubenheim zu Übungen ausgerückt, wobei auch mal Wolfersheim oder auch Breitfurt mit in die Übungsszenerie eingebaut worden seien, so Sperling. Künftig werde man auch verstärkt mit den Rubenheimern üben, um die Zusammenarbeit zu intensivieren. Jugendfeuerwehrbeauftragter Andreas Wesely sprach von einem weiteren Aufwärtstrend bei der Nachwuchswehr. Derzeit umfasse sie 13 Jugendliche, wobei die Acht- bis Zehnjährigen insbesondere von Agnes Schmidt betreut würden. Zweimal habe man mit Reinheim geübt, wie auch die Kooperation mit den „jungen Florianen“ aus Bliesdalheim gepflegt werde. Zu den alljährlichen Aktivitäten zählte die Teilnahme an der Picobello-Aktion und der Besuch der Zweibrücker Kletterhalle. Beim Ende Juni stattfindenden Gemeindezeltlager in Hauenstein werde man auch mitmachen.

Bürgermeister Alexander Rubeck dankte der Wehr für die vielen Arbeitsstunden „in der Baustelle“, aber auch für die ständige Bereitschaft zum Wohle der Bevölkerung. Mit 310 000 Euro sei die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs für die Gersheimer Wehr die größte Investition, wobei jedoch ständig dafür gesorgt werde, dass die Löschbezirke ausreichend ausgestattet seien.



Wehrführer Stefan Lugenbiel sprach von den letztjährigen Starkregenereignissen als Initialzündung dafür, gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung ein Lagezentrum im Rathaus einzurichten. Damit könne künftig, neben schon vorhandenem  Hochwasserschutz, auch die Hilfe bei anderen Katastrophen besser koordiniert werden. Er wies darauf hin, dass jeden ersten Dienstag im Monat ein „Feuerwehr-Treff“ stattfinde, bei dem sich auf informelle Weise ausgetauscht werden könne.

Matthias Motsch, Gemeindejugendbeauftragter, lobte Herbitzheim als Paradebeispiel dafür, dass es nach einer notwendigen Pause wieder gelungen sei, eine Jugendwehr zu reaktivieren. Das griff auch Kreisbrandinspekteur Uwe Wagner auf und unterstrich die Jugendarbeit als wichtige Basis und Voraussetzung zum Fortbestehen der Löschbezirke. Durch die Regenereignisse seien die Anzahl der Feuerwehr-Einsätze kreisweit in die Höhe geschnellt, so Wagner. So sei eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 1100 Alarmierungen zu Buche geschlagen. Der stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehr-Verbandes, Manfred Rippel, kündigte an, dass in Kürze jeder Feuerwehr-Angehörige einen eigenen Dienstausweis bekommen soll. Ortsvorsteher Hans-Jürgen Domberg unterstrich die Wichtigkeit der Feuerwehr als „älteste Bürgerinitiative Deutschlands“ für das Leben einer Dorfgemeinschaft.

Für 30-jährige Kassierertätigkeit wurde Ralf Rebmann geehrt. Seit 40 Jahren gehört der frühere Löschbezirksführer Peter Becker der Wehr an. Gerlando Abbate kommt auf 35 und das Trio Markus Fromm, Marco Scherer und Andreas Wesely auf jeweils 25 Jahre. Vor 15 Jahren sind Wolfgang Albrecht und Maximilian Theis eingetreten, die auch zu Hauptfeuerwehrmännern befördert wurden. Jens Buhr und Florian Sperling erhielten die Ernennungsurkunden zum Hauptbrandmeister, während Gabriel Hecker als Anwärter in die Selbsthilfeorganisation aufgenommen wurde.