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Ausbildung und Integration neuer Wehrleute
Die Wehr-Werbeaktion trägt erste Früchte

 Impressionen aus der Übung während der 140-Jahr-Feier der Reinheimer Feuerwehr im letzten Jahr. Dabei haben Einsatzkräfte aus Herbitzheim, Reinheim und Walsheim demonstriert, wie die Feuerwehr einen Autounfall mit verunglückten Personen gekonnt „abwickelt“.
Impressionen aus der Übung während der 140-Jahr-Feier der Reinheimer Feuerwehr im letzten Jahr. Dabei haben Einsatzkräfte aus Herbitzheim, Reinheim und Walsheim demonstriert, wie die Feuerwehr einen Autounfall mit verunglückten Personen gekonnt „abwickelt“. FOTO: Wolfgang Degott
Reinheim. Jahreshauptversammlung der Lebensretter in Reinheim: Zehn neue Leute haben sich in ihren Reihen eingefunden. Von Wolfgang Degott

Das letzte Jahr habe im Zeichen der weiteren Ausbildung und Integration von zehn neuen Feuerwehrangehörigen gestanden, teilte Löschbezirksführer Reinhold Drieß mit. Er wies bei der Jahreshauptversammlung des Reinheimer Löschbezirks im Sportheim damit auch auf die erfolgreiche Werbeaktion 2018 hin. „Alle haben sich mit vollem Engagement eingebracht und sehr schnell in vielen Übungen die notwendigen Voraussetzungen erarbeitet, verschiedene Lehrgänge erfolgreich zu absolvieren“, so der Feuerwehrchef. Sie seien auch schon eine wichtige Stütze bei den 22 Einsätzen, die die 35 Aktive zählende Wehr während des Jahres bewältigt habe. Daneben seien 27 dienstplanmäßige Übungen durchgeführt worden. Des Weiteren, so Drieß, die Jahresabschluss-Übung im alten Fuchsbau der Grenzlandhalle mit Schwerpunkt Atemschutz und die gemeinsame Übung mit dem Nachbarlöschbezirk Habkirchen. Dabei hatten Brandbekämpfung und Menschenrettung im Fokus gestanden.

Die meisten Übungsbesuche hatten sein Stellvertreter Benjamin Uth mit 24, Judith von der Liek und er selbst mit jeweils 23 aufzuweisen. Er kündigte an dass in diesem Jahr 29 Übungen, zudem sowohl gemeinsame Übungen mit Herbitzheim, Walsheim, Gersheim als auch mit Habkirchen sowie eine Zugübung geplant seien.

Dass sich die Zahl der atemschutztauglichen Träger auf ein gutes Niveau eingependelt habe, wertete Reinhold Drieß positiv. Mit Stefan Becker wurde zudem ein neuer Gerätewart bestellt. Drieß erinnert auch an das erfolgreiche zweitägige Jubiläumsfest zum 140-jährigen Bestehen der Wehr. Einer der Höhepunkte dabei sei die gelungene gemeinsame Übung der Löschbezirke Reinheim, Walsheim und Herbitzheim gewesen, die auch von vielen Interessierten verfolgt worden sei.



Äußerst positiv seien auch die Festivitäten am Rosenmontag verlaufen. Beim Kameradschaftstag habe man eine Wanderung am Kirkeler Felsenpfad unternommen. Als nächstes plane man am 3. Oktober eine Tagesfahrt zu den Schlachtfeldern in Verdun.

Jugendbeauftragter Benjamin Uth reflektierte ein „spannendes Jahr“ mit den Jugendfeuerwehr-Angehörigen, die 22 Übungen und Veranstaltungen auch mit Unterstützung durch Sebastian Späth und weiteren Feuerwehrangehörigen absolvierten. Derzeit zählt die Nachwuchswehr zehn Jungen und zwei Mädchen. Intensiviert werde die Kooperation mit den Wehren in Herbitzheim und Bliesdalheim, mit denen ein gemeinsamer Dienstplan erarbeitet worden sei. Damit werde erreicht, dass mehrere Altersgruppen gebildet und als Folge gezielter auf das altersentsprechende Lernverhalten aufgebaut und eingegangen werden kann. Uth reklamierte einen Leitfaden auf Gemeindeebene und auch eine bessere öffentliche finanzielle Unterstützung beispielsweise bei Zeltlagern.

Kassierer Michael Plitt berichtete von einer zufriedenstellenden Finanzlage. Bürgermeister Michael Clivot freute sich über die Aktivitäten in Reinheim und deren Plan, die Ausbildung weiter zu optimieren. Immerhin stellten sich für die Wehr immer wieder neue Herausforderungen. Dazu zählten insbesondere die immer häufiger auftretenden Unwetterlagen. Aber auch neue Antriebe in den Fahrzeugen erfordern Schulungen. So seien Kooperationen über Löschbezirks- und gar über Gemeindegrenzen vonnöten. Auch hob der Chef im Rathaus die wichtigen Aufgaben von Fördervereinen hervor, die schon jetzt viele Aufgaben übernehmen, für die eigentlich die Kommune zuständig, aber aufgrund der „klammen Kasse“ nicht in der Lage sei.

Ortsvorsteher Peter Wagner, selbst Angehöriger der Wehr, hob deren Bedeutung auch außerhalb ihrer originären Aufgaben heraus, für die Dorfgemeinschaft sei sie ein wichtiger Aktivposten. Wehrführer Stefan Lugenbiel freute sich darüber, dass es gelungen sei, gemeindeweit die Zahl der Atemschutzgeräte-Träger auf über 60 zu steigern. Durch weitere Schulungen, Übungen und die notwendigen Tauglichkeitsuntersuchungen könnte die Zahl auch noch erhöht werden.

Kreisbrandmeister Steffen Rastetter ging derweil auf die überörtlichen Planungen zur Sicherstellung der Stromversorgung bei Katastrophenfällen ein. Matthias Motsch, der als Gemeindejugendfeuerwehr-Beauftragter von 89 Mitgliedern im gesamten Gemeindegebiet sprach, kündigte im Übrigen an, dass die Sternwanderung der Jugendfeuerwehren in diesem Jahr stattfinden wird.

Albert Zitt kündigte als Beauftragter für die Alterswehr des Kreisfeuerwehrverbandes an, dass das alljährliche zentrale Treffen der Altersabteilung im Saarpfalz-Kreis am Samstag, 13. Juni, in Ommersheim stattfindet. Immerhin zähle man derzeit 530 Mitglieder in der Alterswehr.