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Bundesweite Initiative schlägt auch in Gersheim auf
Schulbücher weichen den Brettspielen

 Mit Brettspielen beschäftigen sich die Schüler der Gemeinschaftsschule Gersheim. Und das hat einen besonderen Grund.
Mit Brettspielen beschäftigen sich die Schüler der Gemeinschaftsschule Gersheim. Und das hat einen besonderen Grund. FOTO: gms / Jens Schierenbeck
Gersheim. Gemeinschaftsschule in Gersheim beteiligt sich an einem Aktionstag unter dem Motto „Spielend für Toleranz“.

Das gibt es glücklicherweise auch noch – trotz Handy und Laptop: Stunden in fröhlicher weil „analoger“ Eintracht, auch wenn man die Schlossallee beim Monopoly verspielt, oder sich aufregt beim „Mensch ärgere dich nicht“. Dann eben, wenn gerade mal wieder einer der Gegner das eigene „Männchen“ vom Spielfeld fegt. Aber kommen wir doch zum eigentlichen Thema: „Brettspiele statt Schulbücher – Spielend für Toleranz“. Unter diesem Motto stellt die Gemeinschaftsschule Gersheim am Freitag, 20. Dezember, Unterricht zur Verfügung, damit Schülerinnen und Schüler aller Klassen Zeit finden, gemeinsam zu spielen. Angelehnt ist diese Aktion an die bundesweite Initiative „Spielend für Toleranz“ (https://www.spiel-des-jahres.de/spielend-fuer-toleranz).

Diese will die Ideale einer offenen und menschenfreundlichen Gesellschaft fördern und sieht gemeinschaftliches Spielen als Ausdruck absoluter Gleichberechtigung. Somit entsteht ein Rahmen, um aufeinander zuzugehen, einander kennenzulernen und Regeln zu folgen, die für alle gelten. Daraus resultieren Fairness, Respekt und Gleichheit. Eingebettet ist diese aktive Spielzeit in den übergeordneten Rahmen der „Schule mit Courage – Schule ohne Rassismus“. Es sind über das weitere Schuljahr und darüber hinaus weitere Spielzeiten geplant, in der Regel vor Ferienbeginn. Perspektivisch führen die Aktionen dann in die Gründung einer „Arbeitsgemeinschaft Spielen“, deren Aufgabe sich nicht darauf reduzieren soll, soziale Kompetenzen zu erwerben, Selbstvertrauen zu stärken und Denkfähigkeit und Kreativität zu fördern, sondern auch dafür zu sorgen, dass in sozialen Einrichtungen im unmittelbaren Einzugsbereich der Schule das analoge Spielen gefördert wird (Kindertagesstätten, Seniorenresidenzen, Grundschulen). Als Gast für diesen Freitag hat sich Asgar Abbaszadeh angekündigt, der als Pate für „Schule mit Courage – Schule ohne Rassismus“ die Einrichtung in Gersheim seit Jahren betreut. Als Ansprechpartner der Schule steht Oliver Clemens zur Verfügung. Kontakt per E-Mail: cle@gemsger.eu; Telefon (06843) 900 70 oder (0176) 40 30 25 08.

(mh)