| 19:27 Uhr

Feuerwehrhaus soll modernisiert werden

Seyweiler. Seyweiler Floriansjüger wollen Sanierung in Eigenleistung stemmen. Norbert Rech

Feuerwehren retten, löschen und bergen. Sie sind nicht nur bei Bränden und Unfällen im Einsatz - auch bei Hochwasser ist die Hilfe der Floriansjünger gefragt. In Seyweiler selbst übernehmen diese auch die Aufgabe der örtlichen Vereine, die es in diesem kleinen Dorf nicht gibt. Über das normale "Geschäft" ist die Feuerwehr in Seyweiler auch für die Kirb zuständig. Diese wird in drei Dörfern der Parr (auch in Peppenkum und Medelsheim) gleichzeitig gefeiert. Hoch her geht es in Seyweiler besonders sonntags und montags. Eine Straußrede wird zentral in Medelsheim gehalten. Dabei werden die Schmankerl und Anekdoten der vergangenen zwölf Monate auf die Schippe genommen.

Die Floriansjünger kümmern sich auch um den Jugendraum, der sich im ehemaligen Milchhaus befindet. Hier kann sich der Nachwuchs des Ortes treffen. Auch bei Arbeitseinsätzen stehen die Wehrleute parat, beispielsweise wenn es darum geht, den Spielplatz auf Vordermann zu bringen. Das Feuerwehrhaus mit dem schmucken St. Floriansbild ist auch das einzige Gebäude im Ort, in dem Veranstaltungen abgehalten werden können. Auch der Ortsrat tagt hier hin und wieder. Das Haus soll nun grundlegend modernisiert werden. "Das Ganze wird in Eigenleistung gestemmt", erklärt der stellvertretende Ortsvorsteher Matthias Braun, weshalb das Ganze auch etwas länger dauere. Der Saal soll gestrichen und neu gestaltet werden. Auch eine moderne Beleuchtung und integrierte Lautsprecher seien vorgesehen. Darüber hinaus sollen eine neue Küche mit Spülmaschine angeschafft und eine ansprechende Theke installiert werden.

Die Feuerwehr hat über 20 aktive Wehrleute in ihren Reihen. Alle zwei Wochen treffen sich die Jungs zur Übung. Schließlich wollen sie für den Ernstfall bestens vorbereitet sein. Im Sommer wird dieser montagabends geprobt - im Winter am Sonntagvormittag - schließlich muss ja jeder Zeit haben. Die Seyweiler haben ein TSFW (Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser) in ihrer Garage stehen. Dieses Auto ist gerade bei vielen Freiwilligen Feuerwehren weit verbreitet. Es besitzt einen eigenen Löschwassertank der mindestens 500 Liter fassen kann. Der Tank wird über einen Schlauch an die Tragkraftspritze angeschlossen.