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Rubenheim
FDP beklagt mangelnde Transparenz bei Steinbrucherweiterung

Rubenheim. Die FDP Saarpfalz hat den aus ihrer Sicht späten Zeitpunkt der Informationsveranstaltung zum Kalkwerk Rubenheim kritisiert. „Es ist nicht akzeptabel, dass der Erörterungstermin dann stattfinden soll, wenn die Widerspruchsfrist schon über einen Monat abgelaufen ist. red

Die Bürger sollten zuerst informiert werden und sich dann aufgrund dieser Informationen entscheiden können und nicht umgekehrt“, so Marcel Mucker, Kreisvorsitzender der FDP Saarpfalz. „Diese Vorgehensweise ist nicht zu fassen in Anbetracht der mindestens zwei Jahrzehnte dauernden massiven Beeinträchtigungen für Mensch und Natur, die nach der Genehmigung drohen“, ergänzt das Gersheimer Mitglied des Kreisvorstandes Bernhard Kraus.

Das Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz (LUA) will am Dienstag, 29. Januar, um 9 Uhr morgens zur geplanten Erweiterung des Kalksteinschotterabbaus auf dem Hanickel einen öffentlichen Erörterungstermin in der Kleinturnhalle in Rubenheim veranstalten (wir berichteten). „Die Wahl des Termins macht es der einheimischen berufstätigen Bürgerschaft unmöglich, sich über den Stand der Erweiterung zu informieren, sich an der Diskussion darüber zu beteiligen und sich eine Meinung zu bilden. Das ist nicht bürgerfreundlich“, rügt Kraus.

„Am 28. September 2018 hatte das LUA – unbemerkt von der Öffentlichkeit – in unscheinbaren und schlecht lesbaren Bekanntmachungen in den Medien kund gegeben, dass die Erweiterung beantragt wurde und dass die Widerspruchsfrist bis zum 21.12.18 reicht. Bekanntheit wurde erst durch das Engagement der Bürgerinitiative mittels einer Hausverteilung geschaffen: Die Bürger der betroffenen Orte konnten dadurch vom Termin der Ablauffrist Kenntnis nehmen und erhielten als Hilfestellung für Widersprüche ein Schreiben mit Gegenargumenten“, so die Liberalen. Dies habe dann zu der großen Anzahl von Widersprüchen geführt, auch aus Herbitzheim und Rubenheim. „Echte Bürgerbeteiligung ist offenbar eine Fremdwort für die etablierten Parteien: CDU, SPD, Grüne oder Linke in Gersheim hielten sich bezüglich der Information der Bürger vor Ort seltsam bedeckt“, so Kraus.



Zumindest der Bürgermeister und die Ortsvorsteher von Herbitzheim und Rubenheim hätten beispielsweise durch Infoveranstaltungen oder Flyer über die Sachlage informieren können, heißt es in einer Pressemitteilung abschließend.