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Duppstein bildet den Ortsmittelpunkt

Walsheim. nob

In Walsheim gibt es für den Besucher allerhand Interessantes zu sehen. So befindet sich in der Mitte des Ortes ein so genannter Duppstein. Es handelt sich dabei um einen unregelmäßig porösen Kalktuff mit Landschnecken und Pflanzenresten, der rund zehntausend Jahre alt ist. Er hatte ursprünglich eine Ausdehnung von gut 40 Quadratmetern und war rund vier Meter groß. Heute ragt er nur noch bis zu 120 Zentimeter aus dem Boden. Er ist die zweitgrößte Kalkbildung im Saarland.

Ein Blickfang ist auch die mittelalterliche evangelische Kirche, deren Ursprünge in das zwölfte Jahrhundert zurückreichen. Die gotischen Weihekreuze stammen aus dem 15. Jahrhundert. Unter Denkmalschutz steht auch die 1856 erbaute Pfarrkirche St. Pirminius.

Am Ortsrand befindet sich ein Freibad, das nicht nur von den Einheimischen geschätzt wird. Die Becken werden mit natürlichem Quellwasser gespeist. Rund 80 000 Quadratmeter Liegewiese laden mit schattigen und sonnigen Plätzen zum Ausruhen und Entspannen ein. Außerdem steht ein Beachvolleyballfeld zur Verfügung. Für Essen und Getränke sogt ein Kiosk. Neben dem Schwimmbad gibt es zudem noch einen Campingplatz mit 150 Stellplätzen für Dauercamper und weitere hundert für Kurzzeitgäste.

Seit 1978 betreibt das Haus Sonne im Dorf eine Werkstatt für behinderte Menschen. Hier gibt es eine Weberei , eine eigene Küche, eine Kerzenwerkstatt, eine Schreinerei, eine Bäckerei, eine Gärtnerei und eine Papierwerkstatt. In letzterer werden beispielsweise Schulhefte hergestellt. In der Dorfmitte können die Produkte der Einrichtung in einem kleinen Laden gekauft werden. Im Haus Sonne leben, lernen und arbeiten über 120 Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Es handelt sich laut Ortsvorsteher Michael Thomann dabei um den größten Arbeitgeber in dem Dorf.