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Rubenheim
Auch der BUND Saar lehnt Erweiterung des Steinbruchs ab

Rubenheim. Die Firma Schmitt Kalkstein beabsichtigt die Erweiterung des Steinbruchs am Hanickel in Rubenheim im Bliesgau und hat dazu einen Genehmigungsantrag nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) gestellt. red

In einer Stellungnahme im Rahmen des Genehmigungsverfahrens hat der BUND Saar das Vorhaben abgelehnt. Bereits im Raumordnungsverfahren vor zwei Jahren hatte der BUND zu der geplanten Erweiterung des Steinbruchs auf rund 27 Hektar Stellung bezogen und auf mögliche Auswirkungen auf Natur und Umwelt hingewiesen. „Damals wie heute befürchten wir schwerwiegende Beeinträchtigungen von Natur und Umwelt durch die geplante Erweiterung des Steinbruchs. Dieser großflächige und eher industriell anmutende Abbau ist unserer Auffassung nach nicht vereinbar mit den Zielen des Biosphärenreservats Bliesgau, in dem modellhaft eine nachhaltige Entwicklung in Gang gesetzt werden soll. Wir halten das Vorhaben in dieser Form für nicht genehmigungsfähig“, so Christoph Hassel, Landesvorsitzender des BUND Saar. Umliegende und hochwertige Naturschutzflächen könnten durch den beim Abbau entstehenden Staub und auch Lärm stark beeinträchtigt werden. Dort lebende Arten, wie zum Beispiel wie geschützte Schmetterlingsarten (Goldene Scheckenfalter), seien in ihrem Bestand gefährdet. Betroffen sei auch eine Kernzone des Biosphärenreservats Bliesgaus. Durch den Staubeintrag seien nachhaltige Störungen der Waldökosysteme zu befürchten. Durch den Abbau könnten sich auch die wasserführenden Schichten so verändern, dass umliegende Quellen und gesetzlich geschützte Quellbiotope drohten zu verschwinden. Auch sei eine starke Zunahme des Schwerlastverkehrs in den umliegenden Ort während des Abbaus mit entsprechenden Belastungen für die Menschen zu erwarten.