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Eine Begegnung der besonderen Art
Junge Moskowiter zu Gast bei Freunden 

 Perler und Moskauer Schüler nach der Abschlusspräsentation im Ökologischen Schullandheim „Spohns Haus“ Gersheim mit dem Leiter des Hauses Jerzy Wegrzynowski, dem Vorsitzenden des Trägervereins Hans Bollinger und der Globus-Botschafterin Jennifer Thierry (Bildmitte von links).
Perler und Moskauer Schüler nach der Abschlusspräsentation im Ökologischen Schullandheim „Spohns Haus“ Gersheim mit dem Leiter des Hauses Jerzy Wegrzynowski, dem Vorsitzenden des Trägervereins Hans Bollinger und der Globus-Botschafterin Jennifer Thierry (Bildmitte von links). FOTO: Wolfgang Degott
Gersheim. Gäste aus Russland zeigten sich auch und vor allem sehr angetan vom Schullandheim in Gersheim.

Erstmals in der 14-jährigen Geschichte des Ökologischen Schullandheims „Spohns Haus“ fand dort eine Begegnung von deutschen und russischen Schülern statt. Vier Tage verbrachten 13 junge Leute der Schule 1249 mit Schwerpunkt Deutsch aus Moskau und 14 Schüler des Deutsch-Luxemburgischen Schengen-Lyzeum aus Perl in der multinational ausgerichteten Einrichtung in Gersheim. Nachdem die erste Begegnung der beiden Schülerklassen im September in der russischen Hauptstadt stattgefunden hatte, widmeten sie sich im Bliesgau unter anderem den Lebensmitteln, die in den heimischen Einkaufsmärkten angeboten werden, forschten nach deren Herkunft. Erlebnisreich war neben dem abwechslungsreichen Programm, in dem landeskundliche Elemente eingebaut worden waren, auch der Besuch des Globus-Einkaufsmarktes in Einöd. Bei der Besichtigung erfuhren sie viel von den Abläufen in Metzgerei und Bäckerei. Auch kochen durften sie. Dabei servierten die deutschen Schüler Kartoffelsalat, und ihre russischen Freunde steuerten Pfannkuchen mit Schlagsahne bei. Gemeinsam wurde zu Mittag gegessen, bevor mit von der Marktleitung zur Verfügung gestellten Gutscheinen noch eingekauft werden konnte.

„Die Globus-Stiftung hatte den Austausch in großen Teilen finanziert und damit erst ermöglicht“, teilte Hans Bollinger, langjähriger Hausleiter und jetziger Vorsitzender des Trägervereins Veube mit. Der hatte das binationale Projekt zudem angeregt. Jennifer Thierry, Globus-Botschafterin, ergänzte, dass sich die Stiftung um soziale Projekte im In- und Ausland kümmere, derzeit insbesondere in Syrien und Russland. Unterstützt wurde die Schülerbegegnung auch vom Stiftungs-Geschäftsführer Günter Thoma.

Marc Bilz, stellvertretender Perler Schulleiter, der mit den Lehrerinnen Sibylle Vogels, Leszek Kurowski und Desirée Nenno dabei war, teilte auch mit, dass die Schüler im Anschluss an den Gersheimer Aufenthalt noch zwei Tage in Perl mit Besuch des dortigen Unterrichts verbrachten und einen Ausflug ins nahe Luxemburg unternahmen. Der Leiter des Schullandheims, Jerzy Wegrzynowski, erläuterte, dass - neben der russischen Schulpremiere - auch erstmals die Globus-Stiftung in Gersheim bei einer Maßnahme im Boot gewesen sei. Abgerundet wurde der Aufenthalt mit einer Tagesfahrt nach Frankfurt/Main. Dort ging es neben dem Main Tower auch zur Paulskirche und auf Shopping-Tour.



Tatjana Musalevo, Svetlana Lewina und Lyuba Dryomava, die als Moskauer Lehrerinnen zur Gruppe gehörten, sprachen von bleibenden Eindrücken und vom Kennenlernen guter und herzlicher Menschen. Den Jugendlichen im Alter von 15 und 16 Jahren habe es sichtlich Spaß gemacht. Ein besonderes Erlebnis war für die Teenager das problemlose Passieren der deutsch-französischen Grenze. Ebenso waren alle vom Schullandheim angetan, denn „solche Jugendherbergen gibt es bei uns nicht“, meinten sie. Jeden Abend wurden Resultate und Eindrücke an die Moskauer Schule geschickt. Geplant ist ein neuerlicher Gegenbesuch.Zudem soll im nächsten Jahr eine weitere Gruppe dazustoßen.

(ott)