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Folgen der Hitzeperiode
Folgen der Trockenheit werden gravierender

Cochem. An immer mehr Orten in Rheinland-Pfalz und im Saarland machen sich die Folgen der Trockenheit bemerkbar. Der Kreis Cochem-Zell zieht deshalb die Notbremse: Dort dürfen private Haushalte ab sofort nicht mehr ihren Rasen bewässern.

Auch Wasser für öffentliche Grünflächen ist tabu. Die Feuerwehren dürfen vorerst kein Wasser mehr für Übungen nutzen. Bürger, die diese Anordnung nicht einhalten, müssen mit einer Geldbuße bis 5000 Euro rechnen.

Im Saarland ächzt der Wildpark Völklingen unter der Trockenheit. Die Weideflächen seien ausgedörrt, teilte die Stadt mit. Rotwild, Damwild und Sikawild könnten keine Nahrung mehr finden und müssten zum ersten Mal zugefüttert werden. „Diesmal kommen wir daran einfach nicht vorbei“, erklärte Stadtförsterin Verena Lamy.

Außerdem leiden die Bestände auf den Weihnachtsbaum- und Aufforstungsflächen im städtischen Wald unter der großen Hitze. Viele der im Frühjahr gepflanzten Bäume seien vertrocknet, erklärte Stadtsprecher Uwe Grieger.



Wegen steigender Brandgefahr hat die Stadt Saarbrücken das Grillen auf öffentlichen Grünanlagen entlang der Saar und in Grillhütten im Stadtwald untersagt. Die Hitze macht sich auch in Form von erhöhten Ozonwerten bemerkbar.