| 22:00 Uhr

Nach anfänglichem Misserfolg
Fliegerbombe in Überherrn entschärft

  Bürgermeister Bernd Gillo (rechts, CDU) betrachtet mit Vertretern des Kampfmittelräumdienstes den Zünder der Fliegerbombe.
Bürgermeister Bernd Gillo (rechts, CDU) betrachtet mit Vertretern des Kampfmittelräumdienstes den Zünder der Fliegerbombe. FOTO: Ruppenthal
Altforweiler. „Bombenstimmung“ am Freitagmittag in Überherrn: Werner Fuchs und Michael Kuhn vom Kampfmittelräumdienst hatten soeben die gefährliche 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem letzten Weltkrieg erfolgreich entschärft.

„Alles ist optimal gelaufen,“ jubelte Überherrns Bürgermeister Bernd Gillo (CDU). „Keine Schäden in der näheren und weiteren Umgebung“, freute sich auch Fuchs. Schon am Vorabend hatte die Polizei von einer erfolgreichen Sprengung gesprochen, dies stellte sich aber als Fehlinformation heraus.

Der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg war bei Baggerarbeiten „aufgetaucht“. Sofort danach wurden die Arbeiten eingestellt, ein großer Sicherheitsbereich um die Gefahrenstelle gezogen. War zunächst nur die Thomas-Dachser-Straße gesperrt, wurde dann im Verlauf des Nachmittags die Gefahrenzone auf einen Umkreis von 1000 Metern ausgeweitet und auch evakuiert.

Die Experten des Kampfmittelräumdienstes befürchteten zunächst Schlimmes, nachdem sie die 250-Kilo-Fliegerbombe vor Ort inspiziert hatten. Der Blindgänger lag ungünstig, verfügte über keinen Aufschlagzünder am Kopf der Bombe, sodass man einen chemisch gesteuerten Zeitzünder vermutete. Der ursprünglich vorgesehene Sprengtermin um 19 Uhr musste aufgrund technischer Probleme mehrmals verschoben werden. Um 21.15 Uhr war es dann soweit. Es knallte, aber nichts war zu sehen: Schnell stellte sich heraus, dass der Sprengversuch misslungen war.



Die Gefahrenstelle wurde weiträumig abgesichert, alle weiterführenden Maßnahmen auf den nächsten Tag verschoben. Um neun Uhr gingen die Feuerwerker unterstützt von Polizei und Gemeinde wieder an die Arbeit. Schnell hatten die Experten herausgefunden, dass es sich um einen „normalen“ Aufschlagzünder am Heck der Bombe handelte, der zudem auch noch gesichert war. „Wohl ein Notabwurf“ vermuteten die Experten. Nach 20 Minuten war es geschafft: Werner Fuchs vom Kampfmittelräumdienst hatte, assistiert von Michael Kuhn, den Zünder herausgeschraubt. Die Bombe konnte nun verladen und abtransportiert werden.

(rup)