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Regionalliga Südwest
Die dritte Niederlage in Folge

Zu wenige Impulse über die Außen setzte der Homburger Thomas Steinherr (links) am Freitagabend bei der 1:2-Heimniederlage des FCH gegen den FSV Frankfurt.
Zu wenige Impulse über die Außen setzte der Homburger Thomas Steinherr (links) am Freitagabend bei der 1:2-Heimniederlage des FCH gegen den FSV Frankfurt. FOTO: mh
Homburg. Gestern Abend: FC Homburg kassiert zuhause 1:2 gegen abstiegsbedrohten FSV Frankfurt. Fans sind maßlos enttäuscht.

Wieder eine Niederlage für den einstigen Tabellenführer der Regionalliga Südwest, den FC Homburg. Mit der 1:2-Heimpleite gegen den abstiegsbedrohten FSV Frankfurt kassierte der Aufsteiger FC Homburg am Freitagabend vor 1600 maßlos enttäuschten Zuschauern bereits die dritte Niederlage in Folge.

„Die erste Halbzeit haben wir total verschlafen“, ärgerte sich Homburgs Trainer Jürgen Luginger, der seine Anfangself erneut durcheinanderwirbelte. Auf der Sechser-Position musste für den gesperrten Daniel Di Gregorio und für den angeschlagenen Christian Telch (Sprunggelenk) Innenverteidiger Kevin Maek auflaufen. Doch nach 20 Minuten war auch für Maek wegen einer Wadenverletzung Schluss. Christian Lensch, der erstmals in der Startelf stand und auf der linken Außenbahn begann, rückte nach hinten. Vorne ließ Luginger erstmals mit Christopher Theisen und Patrick Dulleck mit zwei direkten Sturmspitzen antreten, während dahinter ein Dreier-Mittelfeld mit Lensch und später Schmitt, Lienhard und Steinherr für die Offensivimpulse sorgen sollte. Doch das klappte nicht! Luginger: „Wir übten kaum Druck auf das gegnerische Tor in der ersten Halbzeit aus. Der letzte Pass kam nicht und über die Flügel lief nichts zusammen.“ So dauerte es bis zu 31. Minute, ehe der FCH seine erste Torchance durch Theisen hatte. Der sechsfache Saisontorschütze der Grün-Weißen aber schoss aus 14 Meter zu schwach und genau auf den überhaupt nicht geforderten Frankfurter Torhüter Marco Aulbach. Zu diesem Zeitpunkt lag der FCH schon mit 0:1 in Rückstand. Erster Torschuss des FSV durch Marco Koch (23.) und die Gäste führten. Auch der zweite Torschuss der Frankfurter saß. Nach einer Ecke sah die Homburger Hintermannschaft wie ein Hühnerhaufen aus: Koch war zur Stelle (39.) und der FSV führte sogar mit 2:0. Dann auch noch Pech für den FC Homburg: Ein abgefälschter Schuss von Theisen (44.) landete am Pfosten. „Das war gar nichts“, schimpfte Luginger. „Vorne war das zu wenig und hinten haben wir zweimal geschlafen. So kann man sich nicht zeigen.“ Trotz gefühlten 80 Prozent Ballbesitz lag der FCH zum Pausentee mit 0:2 hinten.

Luginger: „Es reicht einfach nicht, spielerisch nach Lösungen gegen einen stark in der Defensive stehenden Gegner zu suchen.“ Er vermisste Zweikampfstärke, Aggressivität und Durchsetzungsvermögen im 1:1-Spiel im und am Strafraum. Auch wenn Patrick Dulleck (49.) frühzeitig den Anschlusstreffer zum 1:2 markierte – in der restlichen Spielzeit bis zum Abpfiff fiel Homburg außer viel Quer- und Rückwärtsspiel nicht viel ein. Es gab nicht eine einzige echte Torchance zum Ausgleich.



„Der letzte Ball kam einfach nicht an“, erklärte auch Mittelfeldspieler Patrick Lienhard, woran es haperte. Auch er sprach von einer sehr schlechten ersten Halbzeit seiner Elf. „Vorne machten wir zu wenig und hinten haben wir zweimal geschlafen.“, meinte Lienhard. So brauche man sich nicht wundern, wenn man auf einmal mit 0:2 im Rückstand liege, obwohl man eigentlich 90 Minuten lang versucht habe, das Spiel zu machen.

Innerhalb von 14 Tagen verlor der FC Homburg jetzt drei Mal, darunter zwei Niederlagen gegen die Abstiegskanditaten SC Hessen Dreieich und FSV Frankfurt.