| 22:52 Uhr

Neun Verletzte bei Enkenbach-Alsenborn
Fahrerflucht nach Unfall auf der A 6

Kaiserslautern. Erst rammt ein Autofahrer einen Kleinbus mit drei Familien an Bord. Dann flieht er zu Fuß von der Autobahn zwischen Kaiserslautern-Ost und Enkenbach-Alsenborn. Von ihm fehlt zunächst jede Spur.

Nach einem Auffahrunfall mit neun Verletzten auf der Autobahn Kaiserslautern-Mannheim (A 6) hat sich der mutmaßliche Verursacher zu Fuß aus dem Staub gemacht. Polizisten fanden gestern heraus, wer den Wagen üblicherweise nutzt und trafen den Mann zu Hause an. Er habe aber bestritten, den Wagen am Sonntagabend gefahren und den Crash verursacht zu haben, sagte ein Ordnungshüter. Zur Frage, wer gefahren sei, habe er nichts gesagt. Die Ermittlungen dauern an.

Nach Darstellung der Beamten war der Fahrer des Unfallwagens gegen 22.45 Uhr zwischen den Anschlussstellen Kaiserslautern/Ost und Enkenbach-Alsenborn ungebremst auf einen Kleintransporter aufgefahren, in dem fünf Erwachsene und vier Kinder saßen. Beide Fahrzeuge krachten dabei in die seitlichen Schutzplanken.

Die Insassen des Transporters – drei Familien – wurden verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Wie lange sie dort blieben, konnte die Polizei gestern zunächst nicht sagen. Der Fahrer des Unfallwagens lief weg. Über den Eigentümer des Autos konnten die Beamten klären, wer den Wagen derzeit fährt. Den Sachschaden bezifferten die Beamten auf etwa 30 000 Euro.



Solange die Polizei den Unfall aufnahm, musste die A 6 voll gesperrt werden. Dies beeinträchtigte den Abreiseverkehr des Fußball-Länderspiels Deutschland gegen Aserbaidschan, das am Sonntagabend im Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern stattgefunden hatte.

(dpa)