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Niedrigwasser des Rheins
Mittelrheinfähre verkehrt wieder: Entlassene Mitarbeiter sind zurück

Niederheimbach/Lorch. Nach ersten Kündigungen von Mitarbeitern wegen extremen Niedrigwassers verkehrt die lange Zeit gestoppte Mittelrheinfähre seit Dienstag wieder und holt sich Personal zurück. „Ich habe zwei Mitarbeiter entlassen.

Einer fängt heute wieder an und der andere morgen“, sagte der Chef des 126 Jahre alten Fährbetriebs zwischen dem hessischen Lorch und dem rheinland-pfälzischen Niederheimbach, Michael Schnaas, der Deutschen Presse-Agentur. Grund sind die wegen Regens gestiegenen Pegelstände. Für eine völlige Entspannung der Niedrigwasserlage des Rheins wären Experten zufolge allerdings mehrmonatige und flächendeckende Niederschläge nötig.

Schnaas hatte nach eigenen Worten seinen Fährbetrieb am 14. Oktober einstellen müssen. Vom 31. Oktober bis 4. November konnte die Fähre nochmals verkehren, dann war erneut Schluss. „Das ist ein schönes Gefühl, dass wir jetzt wieder fahren können“, sagte Schnaas. „Unsere Stammkunden sind alle froh, dass sie keine Umwege mehr machen müssen.“ Zahlreiche Pendler hätten jeden Tag 30 bis 40 Kilometer mehr mit dem Auto fahren müssen, um auf andere Fähren auszuweichen. Zwischen Mainz und Koblenz gibt es keine Rheinbrücke.

Schnaas half nach eigener Aussage jüngst zwei Wochen bei der noch verkehrenden Fähre zwischen dem hessischen Oestrich-Winkel und dem rheinland-pfälzischen Ingelheim aus. Manche andere Rhein-Fähren hatten zeitweise ebenfalls buchstäblich auf dem Trockenen gelegen und Umsatzeinbußen erlitten. Fährführer Schnaas hatte im Winter 2016/2017 schon einmal einen gut fünfwöchigen Ausfall wegen zu niedriger Pegelstände hinnehmen müssen.