| 21:10 Uhr

Corona-Virus
Einschränkungen bei Bestattungen

Kaiserslautern. (dpa) Trauernde müssen wegen der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus bei Beisetzungen mit Einschränkungen rechnen. In einigen Städten sind beispielsweise die Trauerhallen vorerst gesperrt wie in Kaiserslautern.

Dort dürften außerdem Trauergemeinden nur aus dem engsten Familienkreis bestehen, erklärte eine Stadtsprecherin am Dienstag. Die Grenze liege aktuell bei zehn Personen.

Ähnlich hält es die Landeshauptstadt Mainz: „Eine Beisetzung im klassischen Sinnen ist auf den Mainzer Friedhöfen nicht möglich“, sagte ein Sprecher des städtischen Wirtschaftsbetriebs. Die Trauerhallen seien vorerst geschlossen und eine Trauergesellschaft dürfe nicht größer als fünf Personen sein – inklusive einem Geistlichen. Das war zumindest der Stand am Dienstag. Ob die Gruppengröße wegen des Coronavirus noch weiter begrenzt werde, sei noch nicht absehbar, betonte der Sprecher.

Ihm zufolge können derzeit in Mainz Urnenbestattungen auf Wunsch der Hinterbliebenen bis zu drei Monate aufgeschoben werden. Auch nachträgliche Trauerfeiern in einem größeren Rahmen und losgelöst von der eigentlichen Bestattung seien durchaus möglich, so der Sprecher.



Die Stadt Koblenz bietet ebenfalls beispielsweise das Nachholen von Trauerfeiern oder eine Verschiebung von Urnenbeisetzungen an. Große Trauerhallen können dort für Angehörige noch genutzt werden. „Große Hallen sind geöffnet, weil hier die Abstand eingehalten werden kann – auch im engsten Familienkreis“, nannte ein Sprecher den Hintergrund.

(dpa)