| 21:50 Uhr

Sportpreis
Einsatz mit "Stern des Sports" gewürdigt

Harald Nentwig, Vorsitzender des TuS Wattweiler (hinten links) und der Vorstandsvorsitzende der VR-Bank Paul Heim (hinten rechts) strahlen um die Wette. Die vier E-Jugendspieler Noah Stauter, Marc Wicklein, Philipp Nentwig und Niclas Derstroff (vorne von links) haben den "Stern des Sports" in Bronze und die Siegerurkunde in Empfang genommen.
Harald Nentwig, Vorsitzender des TuS Wattweiler (hinten links) und der Vorstandsvorsitzende der VR-Bank Paul Heim (hinten rechts) strahlen um die Wette. Die vier E-Jugendspieler Noah Stauter, Marc Wicklein, Philipp Nentwig und Niclas Derstroff (vorne von links) haben den "Stern des Sports" in Bronze und die Siegerurkunde in Empfang genommen. FOTO: David Oliver Betz / PM
Zweibrücken/Pirmasens. Der TuS Wattweiler engagiert sich für Kinder, Jugendliche und Flüchtlinge, die VTZ besonders für Alte und Kranke.

Die VR-Bank Südwestpfalz hat gestern in Pirmasens die Preise für „Sterne des Sports“ vergeben. Damit werden Sportvereine gewürdigt, die sich in besonderem Maße sozial engagieren. Erster wurde der TuS Wattweiler für seine inklusive Arbeit mit behinderten Kindern und Flüchtlingen, zweiter die VT Zweibrücken, die sich besonders im Senioren- und Gesundheitssport engagiert. Für den TuS geht es nun auf Landesebene weiter.

Der Vorstandsvorsitzende der Bank, Paul Heim, nannte beeindruckende Zahlen. Drei Millionen Menschen engagieren sich ehrenamtlich in 90 0000 deutschen Sportvereinen. „Wir ehren heute die Sportvereine und vor allem die Menschen dahinter. Wir würdigen heute ihr Engagement für die Integration von Menschen, die nicht immer an erster Stelle stehen und die es nicht auf das Siegertreppchen schaffen“, so Heim vorweg.

1000 Euro, ein Stern in Bronze – Silber und Gold gibt es auf Landes- und Bundesebene – sowie eine Urkunde nahm Harald Nentwig, Vorsitzender aus Wattweiler, entgegen. „Wir arbeiten eng mit Kindern mit Beeinträchtigung aus der Mauritiusschule in Wattweiler zusammen und engagieren uns auch für Flüchtlinge. Letztes Jahr hat ein junger Flüchtling seinen Bundesfreiwilligendienst bei uns gemacht, dieses Jahr ist es ein junger Mann mit Beeinträchtigung“, fasste er knapp das Engagement des TuS zusammen. „Wir freuen uns über die Anerkennung. Das ist ja schon eine Ehre und große Freude, wenn man da ausgezeichnet wird, dass die Arbeit gewürdigt wird“, so der TuS-Chef. Inwiefern es auf der Landesebene für einen Preis reicht, könne er schlecht einschätzen. „Ich kenne über den Landessportbund und den Sportbund Pfalz viele tolle Projekte. Von daher wäre es vermessen jetzt auch landesweit Ansprüche zu stellen“, sagte er ganz bescheiden.

Große Freude herrschte auch bei der VT Zweibrücken, vertreten durch die Vorsitzende Gisela Alt und den Präsidenten Otto Graßhoff. Die VTZ hat ihren Preis samt 500 Euro für das Engagement im Senioren- und Gesundheitssport bekommen. „Wir haben inzwischen 40 bis 60 Kurse für ältere und kranke Menschen. Da geht es auch um Sport für Lungenkranke, Sport nach Krebs, für Herzpatienten und vieles mehr“, so Alt. Diese Sparte erlebe einen regelrechten Boom. „Der Zulauf ist wirklich enorm, das hat offenbar gefehlt in der Region. Wir arbeiten da mit Ärzten, dem Krankenhaus und auch der Uniklinik in Homburg zusammen. Ich muss sagen: Es ist wirklich eine großartige Zusammenarbeit und das unterstützt sich gegenseitig sehr“, so die Vorsitzende. Anfangs habe sie selbst es gar nicht überblicken können, wie vielschichtig das Thema ist. „Aber inzwischen haben wir 14 Übungsleiter, die die entsprechende Qualifikation haben. Der demographische Wandel ist ja da, man muss sich auch als Verein darauf einstellen“, sagt sie. Schwer sei es gefallen, bei der Bewerbung eine Abteilung des sechstgrößten Vereins der Pfalz herauszupicken. „Wir haben wirklich viele tolle Abteilungen und da wird überall großes geleistet. Wir haben uns bei der Bewerbung dann für dieses Projekt entschieden, weil es ungewöhnlich ist und sich da gerade viel tut“, so Alt. Alles in allem sei man begeistert, dass man den zweiten Preis gewonnen habe.

Ausgewählt wurden die Preisträger aus 20 Bewerbern von einer sechsköpfigen Jury, bestehend aus VR-Bank, Kommunalpolitik, Sportlern und Pressevertretern. Heim dazu: „Uns war es wichtig, die Entscheidung auf eine breite Basis zu stellen. Ganz wichtig war dabei auch, dass jemand vom Fach dabei ist, der selbst im Sportverein tätig ist und nicht nur am Schreibtisch sitzt.“ Von der Resonanz mit 20 Bewerbern sei man überrascht. „Laut Sportbund sei das für unsere Region viel. Aber natürlich dürfen 2018 gerne noch mehr Vereine mitmachen“, so Heim. Anfang des Jahres kann man sich dann mit seinem Verein und seinem Projekt für die „Sterne des Sports“ neu bewerben.



Die VTZ-Vorsitzende Gisela Alt (links) und Präsident Otto Graßhoff haben gestern den zweiten Platz bei "Sterne des Sports" der VR-Bank Pirmasens-Zweibrücken entgegengenommen. Die VT Zweibrücken engagiert sich in besonderem Maße im Senioren- und Gesundheitssport.
Die VTZ-Vorsitzende Gisela Alt (links) und Präsident Otto Graßhoff haben gestern den zweiten Platz bei "Sterne des Sports" der VR-Bank Pirmasens-Zweibrücken entgegengenommen. Die VT Zweibrücken engagiert sich in besonderem Maße im Senioren- und Gesundheitssport. FOTO: David Oliver Betz / PM