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Schädling greift Fichten an
Dramatische Zunahme von Borkenkäfern

Dieses Stück Baumrinde zeigt Spuren des Borkenkäfers. Die hohen Temperaturen machen die Bäume besonders anfällig für den Schädling. 
Dieses Stück Baumrinde zeigt Spuren des Borkenkäfers. Die hohen Temperaturen machen die Bäume besonders anfällig für den Schädling.  FOTO: dpa / Oliver Berg
Mainz. Trockenheit und Sommerhitze haben dazu geführt, dass in rheinland-pfälzischen und saarländischen Wäldern mehr Bäume von Borkenkäfern befallen sind als sonst.

Das Ausmaß der Schäden habe sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren überall spürbar erhöht, erklärte das Umwelt- und Forstministerium in Mainz. Von einer dramatischen Entwicklung sprach auch das Umweltministerium des Saarlands.

Besonders betroffen sind Fichten, die vom Buchdrucker (Ips typographus) befallen werden, der ebenfalls zur Unterfamilie der Borkenkäfer gehört. Für die Eiablage bohrt der Käfer Gänge in Rinde und Holz. Der Borkenkäfer habe schon jetzt verbreitet eine dritte Generation in diesem Jahr angelegt, sagte eine Sprecherin des Ministeriums in Mainz - „das ist vergleichsweise sehr früh“. Die weitere Entwicklung werde erheblich vom Witterungsverlauf abhängig sein, da die Entwicklung der Borkenkäfer entscheidend von Wärme und Trockenheit begünstigt werde.

Die hohen Temperaturen und die anhaltende Trockenheit seien ein wesentlicher Stressfaktor für die Bäume und machten sie extrem anfällig gegenüber Schädlingen, erklärte eine Sprecherin des saarländischen Umweltministeriums. Im Staatswald sei der Anteil der stark betroffenen Fichten in den vergangenen Jahren allerdings kontinuierlich reduziert worden. Auch in Rheinland-Pfalz bemüht sich die Forstverwaltung schon lange, den Fichtenanteil zu reduzieren; auf inzwischen 19,5 Prozent.