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Missbrauchsskandal
Uniklinik Homburg: Politik erhöht Druck auf Direktor

Homburg. Das Gesundheitsministerium erhöht im mutmaßlichen Missbrauchsskandal am Homburger Uniklinikum (UKS) den Druck. Staatssekretär Stephan Kolling (CDU) bestätigte, dass die dem Ministerium angegliederte Approbationsbehörde gegen Professor Dr. Alexander von Gontard, Chef der Kinder- und Jugendpsychiatrie, und eine Oberärztin ermittele.

Bei beiden stelle sich die Frage, ob sie noch über die für den Arztberuf erforderliche Zuverlässigkeit verfügten. Gegebenenfalls drohe eine Anordnung, wonach die Arztzulassung ruhen müsse.

Dem früheren Vorstand des Uniklinikums wirft Kolling Verstöße gegen Meldepflichten an die Krankenhausaufsicht vor. Der Staatssekretär kündigte einen Gesetzesentwurf an, der für solche Vorfälle hohe Bußgelder im fünfstelligen Bereich vorsehen soll. Kolling regt zudem an, einen Fonds für die Opfer des Missbrauchsskandals am Uniklinikum einzurichten.



(mju)