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Wirtschaftsförderungen gehen neue Wege
Digitalisierung zum Frühstück

 Im Zuge der Digitalisierung sind viele Unternehmen – und damit auch die Arbeitsplätze, die sie anbieten – im Wandel. Eine enorme Herausforderung für alle Beteiligten. Weiterbildung ist das A und O für alle, die bestehen wollen.
Im Zuge der Digitalisierung sind viele Unternehmen – und damit auch die Arbeitsplätze, die sie anbieten – im Wandel. Eine enorme Herausforderung für alle Beteiligten. Weiterbildung ist das A und O für alle, die bestehen wollen. FOTO: dpa-tmn / Sebastian Gollnow
Zweibrücken/Pirmasens. Wirtschaftsförderungen der Stadt Zweibrücken und des Landkreises gehen mit Unternehmerfrühstück neue Wege.

(kv) Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestpfalz und die Wirtschaftsförderung der Stadt Zweibrücken gingen neue Wege mit einem Unternehmerfrühstück bei der Poly-Tools Bennewart GmbH in Donsieders. Im Rahmen des Netzwerks „Smart Future“ wurde dabei das Thema Digitalisierung aufgetischt. Digitalisierung sei ein komplexes und für viele Unternehmen schwer greifbares Thema, sagte Anne Kraft, Leiterin der Zweibrücker Wirtschaftsförderungsgesellschaft in ihrer Einführung. Um so mehr benötige es kompetente Hilfe bei der Umsetzung digitaler Projekte.

„Um die Digitalisierung erfolgreich anzugehen, braucht es ein gutes Netzwerk an Helfern. Wir leisten in den Unternehmen Hilfe zur Selbsthilfe“, brachte es Florian Mohr, Leiter des Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrum Kaiserslautern, bei seinem Vortrag auf den Punkt.

Wie ein Digitalisierungsprojekt in der Praxis gelingen kann, zeigte der Gastgeber, die Poly-Tools Bennewart GmbH in Donsieders. Geschäftsführer Arnold Schura berichtete über die Herausforderungen. Er sprach auch die Erfolgsfaktoren an, etwa die Unterstützung des Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrums Kaiserslautern. „Wir sind auf dem Weg vom Handwerksbetrieb zum echten Industriebetrieb mit der Digitalisierung unserer Unternehmensprozesse einen riesigen Schritt vorangekommen“, sagte er. Poly-Tools Bennewart ist ein führender Hersteller von Blaswerkzeugen in Europa und kompetenter Partner für Spritzblas- und Spritzgusswerkzeuge. Am Standort Donsieders beschäftigt das Unternehmen rund 95 Mitarbeiter.



Miriam Heinrich, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestpfalz, bilanzierte das Treffen positiv: „Das Netzwerk-Frühstück war mit über 25 Unternehmern eine gelungene Veranstaltung, die ein abstraktes Thema greifbar und verständlich dargestellt hat.“

„Smart Future Südwestpfalz“ ist der Name eines 2016 gegründeten Netzwerkes. Es widmet sich der Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen und möchte den Unternehmen der Region das Wissen darüber vermitteln. Die Gründung geht auf die Initiative der Wirtschaftsförderungsgesellschaften zurück. Als Kooperationspartner für das Netzwerk „Smart Future Südwestpfalz“ agieren das Kompetenzzentrum „Digitales Handwerk“ der Handwerkskammer Koblenz, die Kreishandwerkerschaft Westpfalz, das Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrum Kaiserslautern und die Hochschule Zweibrücken.