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Influenza
Experten raten zur Grippeimpfung

Berlin/Koblenz. Um in der anstehenden Grippesaison gegen die Erreger gewappnet zu sein, empfehlen Fachleute schon im Herbst eine Impfung. Denn nach einer Impfung könne es noch bis zu zwei Wochen dauern, bis der Schutz vollständig aufgebaut sei, heißt es beim Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin.

Daher sei es ratsam, sich schon von Oktober an impfen zu lassen. In der kommenden Grippesaison müssen die gesetzlichen Krankenkassen zudem einen Vierfach-Impfstoff zahlen.

Dieser deckt laut RKI im Vergleich zu dem bislang oft verwendeten Dreifach-Impfstoff ein größeres Erregerspektrum ab. Die beiden häufigsten Viren-Typen hätten jeweils zwei Untergruppen, die nun alle mit dem Vierfach-Impfstoff abgedeckt würden. „Das ist jetzt nicht das Allheilmittel“, sagte eine RKI-Sprecherin. Es sei aber eine höhere Chance als bisher, keine Grippe zu bekommen.

Die Grippe kann den Fachleuten zufolge vor allem für einige Personengruppe gefährlich werden. Für sie sei eine Impfung ratsam. Dazu gehörten Menschen ab 60 Jahren, Schwangere und viele chronisch Kranke. Auch für medizinisches Personal und Betreuer von Pflegebedürftigen sei die Impfung zu empfehlen. Wer Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln hat, sollte sich ebenfalls impfen lassen. Das schütze zwar nicht gegen die Vogelgrippe, beuge aber einer problematischen Doppelinfektion vor.



Die Grippewelle 2017/18 war in Rheinland-Pfalz außerordentlich heftig ausgefallen. Die ersten Fälle wurden dem Landesuntersuchungsamt (LUA) in Koblenz damals Anfang Dezember gemeldet – die letzten erst Ende Mai. „In diesem Zeitraum verzeichneten wir insgesamt 13 879 Influenzafälle in Rheinland-Pfalz – so viele wie nie zuvor in einer saisonalen Grippewelle“, sagte ein LUA-Sprecher. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum in der Saison 2016/17 registrierte die Behörde nur 4569 Erkrankungen mit Influenza.