| 23:14 Uhr

Lage an Rhein und Mosel entspannt sich
Das Hochwasser geht langsam zu Ende

Die Bundesstraße B 42 in Vallendar war am Freitag vom Rhein immer noch überflutet.
Die Bundesstraße B 42 in Vallendar war am Freitag vom Rhein immer noch überflutet. FOTO: Thomas Frey / dpa
Mainz/Wiesbaden. Schon zum zweiten Mal sind die Wasserstände im Januar hoch. Die Scheitel wurden am Freitag größtenteils erreicht. Die Schifffahrt profitiert aber noch nicht.

Nach den steigenden Wasserständen entspannt sich die Lage auf den Flüssen nach und nach. Vielerorts geht das Wasser wieder zurück, hieß es am Freitag aus den zuständigen Hochwassermeldezentren. Die Schifffahrt bleibt auf Rhein und Mosel jedoch eingeschränkt.

Den Angaben zufolge galt am Freitag von Mannheim bis Düsseldorf weiterhin mindestens die Meldestufe I, mancherorts auch die Stufe II. Von der zweiten Stufe an kommt der Schiffsverkehr zum Erliegen. Diese Marke war am Freitagvormittag in den Bereichen Karlsruhe bis Speyer als auch von Bingen und Koblenz überschritten. Am Nachmittag wurde die Schifffahrt auch in Andernach und Oberwinter gesperrt. Die Sperre werde im Laufe des Samstags wieder aufgehoben, hieß es aus dem Meldezentrum Rhein. Auch in Speyer könnten Schiffe dann wieder fahren. Auf der Mosel blieb die Schifffahrt vorerst eingestellt.

Im Rheingau ist die ufernahe Bundesstraße 42 zwischen Geisenheim und Oestrich-Winkel nach Angaben der Wasserschutzpolizei weiterhin gesperrt. Der Fluss war schon am Mittwoch an einigen Stellen über das Ufer getreten. Die Sperre werde frühestens am Montag aufgehoben.



Immerhin gehen seit Freitag die Wasserstände fast überall zurück. Am Oberrhein, wie beispielsweise im Bereich Mainz, sei der Scheitel schon erreicht worden, wie das Hochwassermeldezentrum Rhein angab. Am Mittelrhein stiegen hingegen die Stände am Freitag zunächst noch an. Die Scheitel erwarteten die Experten für die Nachmittags- und Abendstunden. Auch in Koblenz sollte das Wasser am Abend zurückgehen.

Auf der Mosel bewegen sich die Wasserstände den Angaben nach auf hohem Niveau. Im Laufe des Freitags sollten die Scheitel überall erreicht werden. Die Wasserstände von Saar und Sauer fielen Freitag ebenfalls. Nur bei den Flüssen Lahn und Nahe wurden weiterhin steigende Stände verzeichnet.

In Rheinland-Pfalz rechnen die Experten vom Deutschen Wetterdienst für das Wochenende mit wenig Regen. Auch in Hessen soll es kaum regnen. Dort wurden, mit Ausnahme des Rhein, fast keine Meldemarken überschritten, so dass der Schiffsverkehr unberührt blieb.

(dpa)