| 22:23 Uhr

Rockerähnliche Gruppe „La Familia“ vor Gericht
Clubchef und Komplizen wegen Drogen angeklagt

Saarbrücken. (dpa) Etwa vier Monate nach einer Razzia gegen die rockerähnlichen Gruppe „La Familia“ im Saarland hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den 49 Jahre alten Clubchef und zwei weitere Männer erhoben. Wie die Behörde am Freitag mitteilte, muss sich das Trio vor dem Landgericht wegen des „bandenmäßigen und unerlaubten Handels“ mit Haschisch verantworten. So habe der Clubchef in der Vergangenheit mehrere Dutzend Drogengeschäften an die Mitglieder der Gruppe „La Familia“ dirigiert. Die Droge soll gleich kiloweise vertrieben worden sein, wie es hieß.

(dpa) Etwa vier Monate nach einer Razzia gegen die rockerähnlichen Gruppe „La Familia“ im Saarland hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den 49 Jahre alten Clubchef und zwei weitere Männer erhoben. Wie die Behörde am Freitag mitteilte, muss sich das Trio vor dem Landgericht wegen des „bandenmäßigen und unerlaubten Handels“ mit Haschisch verantworten. So habe der Clubchef in der Vergangenheit mehrere Dutzend Drogengeschäften an die Mitglieder der Gruppe „La Familia“ dirigiert. Die Droge soll gleich kiloweise vertrieben worden sein, wie es hieß.

Die beiden anderen 36 und 25 Jahre alten Angeklagten sollen keine Clubmitglieder sein. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft hat der ältere den Hauptangeklagten mit den Drogen beliefert. Der 25 Jahre alte Angeklagte soll das Haschisch als Kurier transportiert haben und hat dies nach Angaben der Staatsanwaltschaft auch eingeräumt. Die beiden anderen Angeklagten schweigen bislang zu den Vorwürfen. Der Prozess soll spätestens Anfang kommenden Jahres beginnen, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage sagte.

Ende Juni hatten Fahnder im Kreis St. Wendel zwei Clubhäuser und Privatwohnungen von acht Personen durchsucht. Dabei waren etwa Rauschgift, Schusswaffen und Diebesgut sichergestellt worden. „La Familia“ ist laut Polizei ein Club, der die Rocker der Hells Angels unterstützt. Unter dem Deckmantel eines Motorradclubs hätten die Mitglieder Straftaten begangen – vor allem Handel mit Betäubungsmitteln.



(dpa)