| 23:57 Uhr

Keine Gefahr für Bevölkerung
Chemikalien in abgebrannter Scheune im Hunsrück entdeckt

Gemünden. Was zunächst wie ein eher harmloser Scheunenbrand aussieht, entpuppt sich als Feuer in einem Lager für Chemikalien, die zur Keramikherstellung benutzt werden.

Nach einem Scheunenbrand in Gemünden bei Simmern im Hunsrück ist die Brandursache weiter unklar. Einsatzkräfte hatten im Zuge ihrer Aufräumarbeiten in einem Teil des Gebäudes Chemikalien entdeckt. Wie die Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück gestern mitteilte, handelt es sich um Stoffe, die zur Keramikverarbeitung verwendet werden. Der Besitzer der Scheune sei inzwischen bekannt, erklärte der geschäftsführende Vorstand der Rhein-Hunsrück Entsorgung, Thomas Lorenz. Das Gelände war seit den Morgenstunden umzäunt, das Löschwasser wurde in eine Grube geleitet. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht. Die Brandursache vom Montag wird noch ermittelt. 120 Einsatzkräfte waren vor Ort, auch Experten von Boehringer Ingelheim und BASF wurden dazu gerufen, um Herkunft und Art der Chemikalien zu klären.

Die Polizei hatte zunächst von einem Scheunenbrand berichtet. Die Feuerwehr habe einen Teil des Gebäudes kontrolliert abbrennen lassen. Darin hätten sich Heuballen befunden. Ein Abriss des Gebäudes sei notwendig geworden, um Glutnester an den Heuballen zu löschen.