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Nach wie vor wichtige Einrichtung
Bürger in Rheinland-Pfalz schätzen ihre Fundbüros

Mainz. (dpa) Schlüssel, Telefone oder auch Fahrräder und Schirme – vieles, was auf Straßen oder in Parks verloren geht, wird in den Fundbüros der Kommunen abgegeben und gelagert. Dabei helfen sich viele Bürger mittlerweile auch selbst, indem sie verlorenes Gut in sozialen Netzwerken anzeigen oder suchen. dpa

Dennoch gilt das klassische Fundbüro weiterhin als wichtige Einrichtung rheinland-pfälzischer Städte.

„Bei uns jedenfalls ist die Resonanz nach wie vor groß“, sagt etwa ein Sprecher der Stadt Koblenz. So seien die beiden jährlichen Versteigerungen stets gut besucht. Seinen Angaben zufolge wurden in diesem Jahr bisher schon 773 Turnbeutel, Räder oder auch Uhren und Telefone abgegeben. 551 Gegenstände wurden als Verlust angezeigt. Nach Angaben des Sprechers liegen diese Zahlen im Durchschnitt vergangener Jahre.

Auch in Ludwigshafen gilt das Fundbüro als erste Adresse, wenn es um verlorene Gegenstände geht. Wer in der Industriestadt am Rhein etwas verloren hat, kann telefonisch, schriftlich oder auch durch persönliche Vorsprache beim Fundbüro nachforschen. In unregelmäßigen Zeitabständen werden Fundstücke verkauft. „Auch wenn viele Menschen privat eine Suche starten oder etwas Gefundenes im Internet präsentieren – auf die Anfragen im Fundbüro hat das bisher keine Auswirkung“, sagt ein Sprecher.



In Kaiserslautern nutzen durchschnittlich 200 Menschen im Monat die Dienste der kommunalen Fundstelle. „Wir stellen zwar fest, dass Finder über soziale Netzwerke versuchen, den Eigentümer einer verlorenen Sache ausfindig zu machen“, sagt eine Sprecherin. „Das hat jedoch keine messbaren Auswirkungen auf die Anzahl der abgegebenen Fundsachen“, fügt sie hinzu. Jährlich werden zwischen 3500 und 4000 Gegenstände abgegeben.

Das Fundbüro der Landeshauptstadt Mainz bietet seit einigen Jahren selbst die Vorteile der Online-Recherche von Fundsachen an. Das Angebot werde gut angenommen, sagt ein Sprecher. „Ansonsten hat sich spürbar wenig verändert, es werden deswegen keine anderen Dinge abgegeben oder gefunden.“