| 22:39 Uhr

Prozessauftakt
Brutale Überfälle auf Privathäuser

Mainz. Im nunmehr dritten Mainzer Prozess um brutale Raubüberfälle in Nieder-Olm und Remagen hat der Angeklagte über seinen Verteidiger ein Geständnis abgelegt.

„Die Beweislage gegen ihn ist erdrückend, er räumt die Vorwürfe im Sinne der Anklage ein“, erklärte der Anwalt gestern zum Auftakt vor dem Landgericht. Der angeklagte 29-jährige Rumäne soll die Einbrüche im September 2015 mit drei Komplizen begangen haben. In Nieder-Olm erbeuteten sie 6000 Euro, in Remagen gar 100 000 Euro. Vor dem Landgericht Mainz war bereits ein 28 Jahre alter Mittäter zu vier Jahren Haft verurteilt worden, ein 47-jähriger mutmaßlicher Komplize zu achteinhalb Jahren.

Der nun angeklagte Mann war im vergangenen Sommer von Rumänien nach Deutschland ausgeliefert worden, weil ihm in Bonn wegen einer ähnlichen Tat aus dem Jahr 2016 der Prozess gemacht werden sollte. Dort bekam er im Herbst 2017 achteinhalb Jahre aufgebrummt.