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Zwei Wehren gehen gemeinsam

 Die Blieskasteler Wehr bei einem Wohnhausbrand in Mimbach. Foto: Feuerwehr Blieskastel
Die Blieskasteler Wehr bei einem Wohnhausbrand in Mimbach. Foto: Feuerwehr Blieskastel FOTO: Feuerwehr Blieskastel
Blieskastel. Die beiden Feuerwehr-Löschbezirke Webenheim und Blieskastel-Mitte unterstützen sich schon seit Jahren. Jetzt wird die Zusammenarbeit bei Übungen und Einsätzen ausgebaut, um größtmögliche Sicherheit für die Bevölkerung gewährleisten zu können. Joachim Schickert

Die Feuerwehren von Webenheim und Blieskastel-Mitte wollen noch enger zusammenarbeiten. Wie die Wehr mitteilt, unterstützen sich die beiden Löschbezirke schon seit Jahren gegenseitig bei größeren Einsätzen. Allerdings sei bisher größtenteils getrennt geübt worden. So hätten sich die Feuerwehrmänner und -frauen nur an ihren eigenen Fahrzeugen ausgekannt, nicht aber an denen des anderen Löschbezirkes. Damit gerade zu personalschwachen Arbeitszeiten die Handgriffe und die Einsatzabläufe enger miteinander verzahnt werden, sei ab 2015 eine Kooperation zwischen den beiden Löschbezirken geplant.

Wie Wehrsprecher Marco Nehlig weiter mitteilt, sei unter der Federführung von Stadtwehrführer Michael Nehlig diese Kooperation ins Leben gerufen worden. Die Löschbezirksführer der beiden Standorte von Webenheim und Blieskastel planten den Beginn der Zusammenarbeit in Übungen und Einsätzen zum 1. Januar 2015. "Eine schlagkräftige Wehr kann nur durch gemeinsame Ausbildung aufgestellt werden. Die Kooperation beinhaltet die gegenseitige Unterstützung bei Einsätzen durch Maschinisten, Atemschutzgeräteträgern und Gruppen- sowie Zugführern. Ziel ist es, dass die Kameraden nicht nur ihre eigenen Fahrzeuge und Geräte bedienen können, sondern auch die des anderen Löschbezirkes", so der Wehrführer.

So werde in Zukunft eine noch leistungsfähigere Feuerwehr den Bewohnern der Stadt Blieskastel zur Hilfe kommen. Gerade bei einem "kritischen Wohnungsbrand", dies ist ein Brand mit Menschenrettung im ersten Obergeschoss, müssten alle Einsatzmaßnahmen der Rettung und Brandbekämpfung ohne Zeitverlust ineinander greifen. Nur durch gemeinsame Unterstützung an allen vorhandenen Einsatzmitteln der Feuerwehr zu personalschwachen Tageszeiten könne die hohe Qualität der Feuerwehr in Zukunft gesichert werden. Hierzu würden die Standorte der Löschbezirke mit ihren Schwerpunktaufgaben gebraucht. Nur so könne die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist von acht Minuten, das heißt von dem Absetzen des Notrufes bis zum Eintreffen des ersten Löschfahrzeuges, eingehalten werden. Durch die Kooperation erhoffen sich die Verantwortlichen, dass sogar innerhalb der Hilfsfrist nicht nur ein Löschfahrzeug vor Ort sei, sondern ein kompletter Löschzug, bestehend aus vier Einsatzfahrzeugen.

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Auf einen BlickDie Feuerwehr bietet ein breites Erlebnisspektrum an. Technisch interessierte Bürgerinnen und Bürger sind jederzeit willkommen. Wer Interesse an der Arbeit der Blieskasteler Feuerwehr hat, kann sich jeden Montag ab 18.45 Uhr in der Feuerwache in der Bliesgaustraße 31 informieren. Auch sind in den "Blieskasteler Nachrichten" die Ansprechpartner der einzelnen Löschbezirke zu finden. ert