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Wertstoffhof für Blieskastel

 Auch in Blieskastel soll im kommenden Jahr ein Wertstoffhof eingerichtet werden. Durch dieses Angebot soll sich die Abfallmenge in der Grauen Tonne verringern. Foto: PM/Seeber
Auch in Blieskastel soll im kommenden Jahr ein Wertstoffhof eingerichtet werden. Durch dieses Angebot soll sich die Abfallmenge in der Grauen Tonne verringern. Foto: PM/Seeber
Blieskastel. Der Stadtrat hat am Donnerstagabend einmütig beschlossen, dass im kommenden Jahr auf dem Gelände des Baubetriebshofs in der Blickweilerstraße in Blieskastel ein Wertstoffzentrum eingerichtet wird. Eine entsprechende Vereinbarung mit dem Entsorgungsverband Saar (EVS) wurde einstimmig abgesegnet Von Merkur-Mitarbeiter Joachim Schickert

Blieskastel. Der Stadtrat hat am Donnerstagabend einmütig beschlossen, dass im kommenden Jahr auf dem Gelände des Baubetriebshofs in der Blickweilerstraße in Blieskastel ein Wertstoffzentrum eingerichtet wird. Eine entsprechende Vereinbarung mit dem Entsorgungsverband Saar (EVS) wurde einstimmig abgesegnet. Da der Wertstoffhof, der allen Bürgern kostenlos zur Verfügung steht, über den EVS finanziert wird, entstünden der Stadt Blieskastel weder Investitions- noch Betriebskosten, hieß es.Wertstoff-Zentren - an insgesamt 17 Standorten im Saarland wird es solche neue Entsorgungsangebote geben - seien das ideale Gegenstück zum ab dem Jahr 2011 geltenden mengenabhängigen Abfall-Gebührensystem, "denn sie ermöglichen es den Bürgern, die Abfallmenge in ihrer Grauen Tonne deutlich zu reduzieren", so der EVS. Den Wertstoffhof könnten auch Bürger anderer Gemeinden und Städten nutzen. Insbesondere die Gersheimer könnten im nächsten Jahr von dem neuen Angebot Gebrauch machen, wie Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener erklärte. Mit dem neuen Entsorgungsangebot werde auch dem ökologischen Gedanken, die Restmüllmenge zu vermindern und die Wertstoffquote zu steigern, Rechnung getragen. Auch solle der Wertstoffhof dazu dienen, illegale Abfallablagerung in der Landschaft zu vermeiden. Wie SPD-Fraktionschef Achim Jesel während der Ratssitzung am Donnerstagabend erklärte, handele es sich bei dem Wertstoffzentrum um ein zusätzliches Angebot des EVS. Die bestehenden Container würden ebenfalls an den meisten Standorten stehen bleiben. Auch die Abfuhr von Gelben Säcken sei weiterhin gewährleistet. Jesel forderte die Bürgermeisterin auf, dafür zu sorgen, dass in jedem Stadtteil Blieskastels mindestens ein Containerstandort für Glas und Papier erhalten bleibe. Wie es in der Vereinbarung zwischen Stadt Blieskastel und EVS heißt, soll das Wertstoffzentrum an allen Werktagen, also auch samstags, geöffnet sein. Es müsse sichergestellt sein, dass ein "bürgerfreundlicher Betrieb, insbesondere die gute Zugänglichkeit aller Container, gewährleistet ist". Die Mindestvertragslaufzeit betrage 15 Jahre, heißt es.



HintergrundDie Verbandsversammlung des Entsorgungsverbandes Saar (EVS), in der die Kommunen vertreten sind, hatte im Dezember vergangenen Jahres die Schaffung eines flächendeckenden Netzes von Wertstoffhöfen auf einem einheitlich hohen Service-Niveau beschlossen. Die Wertstoffhöfe ermöglichen es den Bürgern, weniger Müll in den Grauen Tonnen entsorgen zu müssen und so einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Müllmengen zu leisten. Abgegeben werden können unter anderem Papier, Pappe, Kartonagen, Glas, Mischschrott, Buntmetalle, Altholz, Elektroschrott (unter anderem IT-Geräte, Unterhaltungselektronik, Staubsauger), Altreifen, Bauschutt, Sperrmüll, Aluminium, Styropor, Textilien, Brillen und Schuhe, Kabelreste und Altfett. ert