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Blieskastel
Werbeoffensive für Schwimmbad geplant

Der Geschäftsführer der Freizeitzentrum GmbH Blieskastel, Bernhard Wendel, will die Sanierung der Sporthalle und des Schwimmbads mit St. Ingberter Kollegen rasch angehen und in den kommenden Wochen schon erste Ergebnisse präsentieren. Unser Foto zeigt ihn im Technikraum des Kombibades.
Der Geschäftsführer der Freizeitzentrum GmbH Blieskastel, Bernhard Wendel, will die Sanierung der Sporthalle und des Schwimmbads mit St. Ingberter Kollegen rasch angehen und in den kommenden Wochen schon erste Ergebnisse präsentieren. Unser Foto zeigt ihn im Technikraum des Kombibades. FOTO: Erich Schwarz
Blieskastel . Fast war das Blieskasteler Kombibad schon abgeschrieben. Jetzt soll eine Werbeoffensive wieder mehr Besucher ins Schwimmbad ziehen. Von Joachim Schickert

Die CDU im Blieskasteler Stadtrat, größte Fraktion in diesem Gremium und Koalitionspartner der Grünen, hat die Ankündigung von Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener (CDU) für das Blieskasteler Schwimmbad begrüßt. Die Verwaltungschefin will mit einer Werbeoffensive wieder mehr Besucher für das Bad gewinnen und dabei die Bürgerinitiative mit einbeziehen. „Wichtig ist, dass alle gemeinsam an einem Strang ziehen“, erklärte CDU-Fraktionschef Holger Schmitt. Er lobte auch das Angebot der Sprecher der Bürgerinitiative, Ruth und Werner Weber, mit Bürgermeisterin und Geschäftsführung zusammenzuarbeiten. „Unser gemeinsames Ziel ist der Erhalt des Schwimmbades. Dazu gehört auch, dass wir die Vorteile des Blieskasteler Bades wieder in den Vordergrund stellen.“

Das Bad habe viel zu bieten und wichtige Weichen seien erfolgreich gestellt worden: Der Stadtrat habe die Geschäftsführung auf Vorschlag der Bürgermeisterin neu aufgestellt. Im Sommer 2017 hatte der Aufsichtsrat weiterhin ein Sanierungsgutachten für das Schwimmbad beauftragt, „zu dem sich die CDU von Anfang an ausgesprochen hat“, so Schmitt. Es solle als Grundlage für die künftige Ausrichtung und die Generalsanierung nach 40 Betriebsjahren dienen. In Kenntnis dieser Sachlage habe sich die CDU sehr früh für eine stärkere Anbindung an die Stadtwerke Bliestal und eine stärkere Kooperation mit den Stadtwerken in St. Ingbert ausgesprochen. Die Bürgermeisterin habe einen entsprechenden Vorschlag gemacht. In St. Ingbert bestehe ein großer Sachverstand im Bäderbetrieb mit externen Partnern, von denen auch Blieskastel profitieren könne. Auch die Opposition im Stadtrat sei dem Zukunftskonzept der Bürgermeisterin nach anfänglicher Skepsis in der Folge näher getreten. „Wir sind zuversichtlich, dass wir auch die künftigen Herausforderungen meistern, wenn sich alle konstruktiv einbringen“, so Holger Schmitt abschließend.

Wie berichtet, hatte die Bürgermeisterin für das Blieskasteler Schwimmbad im Freizeitzentrum eine Werbeoffensive angekündigt. Mit dem neuen Geschäftsführer der Freizeitzentrum GmbH, Bernhard Wendel, der auch Chef der Stadtwerke Bliestal ist, habe sie dies bereits gesprochen, damit eine aktive Marketingkampagne entwickelt und umgesetzt werde könne. Damit wolle sie attraktive Angebote entwickeln und wieder mehr Besucher für das Kombibad gewinnen. Dabei habe die Verwaltungschefin die Bürgerinitiative zum Erhalt des Bades in ihren Plänen schon fest vorgesehen: „Ich danke der Bürgerinitiative für das jüngste Angebot zur Zusammenarbeit, das ich sehr gerne annehme. Wichtig ist einzig das gemeinsame Ziel zum Erhalt und zur Aufwertung unseres Schwimmbades. Ich danke ausdrücklich den beiden Initiatoren Ruth und Werner Weber, in die Zukunft zu blicken und die in der Vergangenheit an der ein oder anderen Stelle aufgetretene Irritation zu belassen.“ Sie finde, dass die Diskussion in die richtige Richtung gehe und man an einem Strang ziehe. Beispielhaft nannte sie die Entwicklung von Sonderaktionen und Veranstaltungen, um gezielt Gäste ins Bad zu locken.



Unterdessen haben Ruth und Werner Weber als Vertreter der Bürgerinitiative (BI) Schwimmbad Blieskastel sich im Landtag Saarbrücken zu einem Gedankenaustausch über das Kombibad Blieskastel mit dem Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion, Stefan Pauluhn, getroffen. „Es war uns wichtig in Erfahrung zu bringen, inwieweit auch seitens der Landesregierung und des Landtages Schritte unternommen werden, alle 69 Hallen- und Freibäder langfristig zu erhalten. Der wirklich gute Gedankenaustausch mit Stefan Pauluhn stärkt unsere Hoffnung auf eine langfristige Sicherung des Kombibades. Im Rahmen des Gesprächs wurde uns auch mitgeteilt, dass für eine Bestandssicherung durch Renovierung von Sporteinrichtungen auch Gelder des Innenministeriums zur Verfügung gestellt werden können. Voraussetzung dafür ist immer aber auch der kommunale Wille“, heißt es in einer Mitteilung der Bürgerinitiative abschließend.

Werner Weber von der Bürgerinitiative Blieskasteler Schwimmbad.
Werner Weber von der Bürgerinitiative Blieskasteler Schwimmbad. FOTO: Werner Weber