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Kunstraum doris t
Wenn Kunst eine Symbiose eingeht

Bärbel Grub-Hapke und Peter Hudlet vor ihren Werken im Kunstraum „Doris T“.
Bärbel Grub-Hapke und Peter Hudlet vor ihren Werken im Kunstraum „Doris T“. FOTO: Brigitte Quack
St. Ingbert. Bärbel Grub-Hapke und Peter Hudlet präsentieren Malerei und Skulpturen im Kunstraum Doris T. Die Vernissage ist am heutigen Samstag.

Am kommenden Samstag öffnet Doris Tabillion wieder die Türen ihres Kunstraums für eine neue Gemeinschaftsausstellung: Unter dem Titel „Symbiose“ geben die beiden Zweibrücker Bärbel Grub-Hapke und Peter Hudlet Einblick in ihre künstlerische Arbeit. Auch wenn sie aus unterschiedlichen Sparten der Bildenden Kunst kommen, so finden Grub-Hapkes abstrakte Malerei und Hudlets Holzskulpturen doch stets auf wundersame Weise zusammen. Sei es, dass sich die Holztöne in den Gemälden wiederfinden oder die Formsprachen sich begegnen – es scheint, als würden beide aus ähnlichen Inspirationsquellen schöpfen.

Während sich der Zweibrücker Bildhauer an den gewachsenen Formen der Natur inspiriert, durchlaufen die Themen der ebenfalls in Zweibrücken beheimateten Malerin zwar eine lange Phase der intellektuellen Auseinandersetzung, doch dann folgen sie im künstlerischen Schaffensprozess rein der Intuition. Entsprechend sind ihre Vorbilder unter den großen Künstlern des Informel wie Karl Otto Götz und K.R.H. Sonderborg zu finden. Wie diese schafft sie aus der Tiefe ihrer Empfindungen, lässt auch Unbewusstes einfließen und kreiert Werke, deren Prozesshaftigkeit dem Betrachter verschiedene Wege der Wahrnehmung und Interpretation eröffnet:

„Jeder soll seinen eigenen Zugang finden“, meint sie und erzählt ein wenig von ihrer experimentellen Vorgehensweise. Neben Acrylfarben und Tusche kommen die unterschiedlichsten Materialien wie Rost und beispielsweise Bitumen zum Einsatz. Mit ihrer Hilfe gestaltet sie diese eindrucksvollen, vielfach sehr dynamischen Gemälde, die sich in ihrer ganzen, mitunter auch haptischen Vielfalt dem erschließen, der sich darauf einlässt.



Dynamik ist auch eines der Schlüsselwörter für Peter Hudlets sorgfältig ausgearbeitete Holzskulpturen. Es sind von der Natur geschaffene Formen, die er aus der Verborgenheit im Fundstück befreit und in eine bewegte Vielfalt überführt. Da sie sich an der Wuchsform der unterschiedlichen Hölzer von Obstbaum bis Buche orientieren, haftet ihnen eine außerordentliche Bewegtheit an. Hinzu kommt, dass sie in ihrer bewegten Plastizität wechselnde Ansichten bieten. So wechseln auch die Assoziationen mit dem Standort des Betrachters, der sich mal menschlich-organischen, mal abstrakten, stets formschönen Skulpturen gegenüber sieht.

Symbiose. Bärbel Grub-Hapke/Malerei und Peter Hudlet/Skulpturen. Bis Samstag, 19. Mai. Kunstraum Doris T., Kaiserstraße 29, (Eingang Rickertstr. Café-Stube). Mo bis Fr 8 bis 19 Uhr, Sa 9 bis 17 Uhr, So 14 bis 18 Uhr. Vernissage am Samstag, 14. April, um 11 Uhr.