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Kunsthandwerkermarkt
Von Teddybär bis Glitzerschmuck

Die vielfältigen Arbeiten der Hobbykünstler waren beim Kunsthandwerkermarkt in der Würzbachhalle gefragt.
Die vielfältigen Arbeiten der Hobbykünstler waren beim Kunsthandwerkermarkt in der Würzbachhalle gefragt. FOTO: Hans Hurth
Niederwürzbach . Stöbern und staunen war angesagt beim Kunsthandwerkermarkt in Niederwürzbach.

Ein Volltreffer war der Kunsthandwerkermarkt des Ortsrates Niederwürzbach/Seelbach, der viele Besucher in die Würzbachhalle lockte. Stöbern und staunen – das Angebot der 41 Hobbykünstler aus der Region begeisterte und weckte Lust auf Schönes. Keiner ging ohne ein Mitbringsel oder Geschenk nach Hause.

Den ersten Applaus gab es bei der Eröffnung durch Ortsvorsteherin Petra Linz für die musikalische Begrüßung durch den MGV Liederkranz um seinen Leiter Dieter Schnepp. Diesmal waren es ausschließlich die sangesfreudigen MGV-Damen, die das Liedgut mit „Donna Maria“ als Auftakt gekonnt rüberbrachten. „Es gibt heute ein breites Spektrum an Kreativität mit hochwertigen, von den Hobbykünstlern selbst gefertigten Arbeiten“, stellte Petra Linz heraus. Traditionellen afrikanischen sowie modernen Schmuck gab es bei Anna Kuhn aus Wolfersheim, während bei Swetlana Butschbach selbst hergestellte Seifensorten Aufmerksamkeit weckten. „Meine Seifen sind fast alle rund, denn diese Form liegt besser in der Hand“, erklärte uns die Limbacherin, bei der Rosenseife mit Ziegenmilch, Kletten-Seife mit Teebaumöl und Brennessel-Seife für das Haar besonders gefragt waren.

Dekoratives aus unterschiedlichen Naturmaterialien für den Innen- und Außenbereich sowie Pflanztöpfe aus Torfbeton fanden bei Marianna Deckarm aus Bexbach Interesse und Glitzerträume wurden bei der Kirkelerin Heike Dreier bei deren Handarbeiten aus Edelstahlschmuck wahr. Der Bär steppte bei Claudia Gross – sie hatte große und kleine Bären mit Füllmaterial hergestellt. „Ich verwerte selbst den letzten Stoffrest zu einem kleinen Bären-Werk“, gab die Bären-Freundin aus Bexbach Besucherin Heidi Bech aus Eschringen einen Einblick in ihr Schaffen.



Zum vierten Male in Würzbach dabei war Dorothee Willie aus Ormesheim mit ihren Acryl- und Aquarell- Bildern. „Meine Motive zeigen die schöne Biosphärenlandschaft und südliche Länder, die es mir seit 1989 angetan haben.“ Erstmals in der Würzbachhalle vertreten war der Briefmarkensammler-Verein St. Ingbert. Auf Ersttagsbriefen und auf Briefmarken präsentierten Gerhard Martini (80) und Dietmar Kühnel (75) ein Stück deutscher Geschichte, etwa rund um das Brandenburger Tor, den Mauerfall oder Politiker im zackigen Viereck, selbst eine aus dem Jahre 1914 mit Kaiser Wilhelm war zu sehen. „Wir treffen uns alle 14 Tage und bearbeiten bestimmte Themen, denn Briefmarken stellen bewegte Geschichte dar“, erzählte uns Gerhard Martini. Wie dort, waren alle Stände ständig umlagert, Gäste und Aussteller zeigten sich hochzufrieden und den Organisatoren liegen für eine weitere Auflage im kommenden Jahr schon jetzt erste Zusagen vor.