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Übung bei Hager war erfolgreich

Blieskastel. Von weitem sah man am Bürogebäude der Firma Hager Vertriebsgesellschaft im Industriegebiet Zum Gunterstal eine große Rauchsäule aufsteigen. Da momentan in einem der Bürogebäude Umbauarbeiten in Gange sind, konnte somit ein Zimmerbrand mit Verqualmung simuliert werden, ohne dass der Betrieb beeinträchtigt wurde

Blieskastel. Von weitem sah man am Bürogebäude der Firma Hager Vertriebsgesellschaft im Industriegebiet Zum Gunterstal eine große Rauchsäule aufsteigen. Da momentan in einem der Bürogebäude Umbauarbeiten in Gange sind, konnte somit ein Zimmerbrand mit Verqualmung simuliert werden, ohne dass der Betrieb beeinträchtigt wurde. Die Übungsannahme der Blieskasteler Feuerwehr galt, dass mehrere Büromitarbeiter in den Büroräumen vermisst wurden und eine weitere Person "hilferufend" auf dem Dach in zwölf Meter Höhe stand. Aus mehreren Bürofenstern drang dichter Diskonebel heraus. Mit einer Lichtorgel für Brandeffekte wurde das Schreckensszenario verstärkt. Wie Wehrsprecher Marco Nehlig weiter mitteilt, mussten alle Personen von der Feuerwehr gerettet werden. Sie führte einen Innenangriff zur Menschenrettung mit mehreren Trupps unter schwerem Atemschutz durch. Von Außen wurde, mit Hilfe der Blieskasteler 30 Meter-Drehleiter, die Person aus der enormen Höhe des Flachdaches gerettet. Schwieriger dagegen gestaltete sich die Rettung der Person im Inneren. Da man im Brandfall keinen Aufzug benutzen darf, mussten die Floriansjünger all ihre Ausrüstung bis ins 3. Obergeschoss hoch tragen. Sichtlich gezeichnet durch die außergewöhnliche Belastung, ein Feuerwehrmann trägt bis zu 25 Kilogramm zusätzliche Ausrüstung, wie Schutzkleidung und Atemschutzgerät mit sich, konnten die Personen in kürzester Zeit durch die Einsatzkräfte aus Blieskastel und Webenheim gemeinsam gerettet werden.

Ziel erreicht

Somit wurde das Übungsziel, einer Menschenrettung unter erschwerten Bedingungen, erreicht. "Die beiden an der Übung befindlichen Löschbezirksführer von Blieskastel und Webenheim waren mit dem Ablauf und der Zusammenarbeit der beiden Löschbezirke sehr zufrieden. Die Leistungsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr konnte hier erst recht unter Beweis gestellt werden, da bei einem so enorm großen Objekt eine gute Zusammenarbeit sehr wichtig ist", so einer der Führungskräfte. Ziel einer solchen größeren Übung sei, die Zusammenarbeit den örtlichen Löschbezirken anhand von Einsatzabschnitten zu überprüfen und zu verbessern. Es habe sich gezeigt, wie wichtig die gegenseitige Unterstützung der einzelnen Löschbezirke untereinander ist. Bei schwierigen und großen Objekten sei eine solche löschbezirksübergreifende Zusammenarbeit unumgänglich. "Gerade die Firma Hager wird von uns mehrmals im Jahr als Übungsobjekt angefahren", so kommentierte der Blieskasteler Pressebeauftragte Marco Nehlig. In die Übung waren sieben Fahrzeugen mit 34 Einsatzkräften des Löschbezirkes Blieskastel-Mitte und zwei Fahrzeugen sowie 18 Einsatzkräften des Löschbezirks Webenheim involviert. Geleitet und koordiniert wurde die Übung mit Hilfe des Einsatzleitwagens der Blieskasteler Feuerwehr. red



Wer Interesse an der Arbeit der Feuerwehr Blieskastel hat, kann sich jeden Montag ab 18.45 Uhr im Feuerwehrhaus in Blieskastel informieren.