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„Fabienne“
Überflutete Straßen, umgestürzte Bäume

Auch um umgestürzte Bäume mussten sich die Blieskasteler Wehren kümmern.
Auch um umgestürzte Bäume mussten sich die Blieskasteler Wehren kümmern. FOTO: Marco Nehlig
Blieskastel. Das Unwetter „Fabienne“ hielt auch die Blieskasteler Wehren bis in den Sonntagabend hinein auf Trab. ert

Das Unwetter, das am Sonntag über dem Saarland wütete, hat auch die Wehr in Blieskastel in Atem gehalten. Wie Wehr-Sprecher Marco Nehlig gestern mitteilte, sorgte „Fabienne“ für überflutete Fahrbahnen und umgestürzte Bäume sowie verstopfte Kanaldeckel. Neun Alarmierungen innerhalb weniger Minuten brachten den Löschbezirken viel Arbeit. Die Einsätze wurden in den Ortsteilen Blieskastel, Niederwürzbach, Biesingen und Ballweiler-Wecklingen gemeldet. Zum ersten Einsatz am Sonntag alarmierte die Integrierte Leitstelle (ILS) Saarbrücken den Löschbezirk Niederwürzbach um 16.07 Uhr zu einem Baumfall. Auch eine Straßenüberflutung musste in Niederwürzbach durch den Löschbezirk beseitigt werden. Mit zwei Fahrzeugen waren die Feuerwehrleute aus Niederwürzbach über eine Stunde im Einsatz. Parallel dazu wurde der Löschbezirk Blieskastel-Mitte zu mehreren überfluteten Straßen alarmiert. Daher wurde zusätzlich zu Beginn eine „Örtliche Einsatzleitung“ (ÖEL) in der Feuerwache in Blieskastel-Mitte eingerichtet. Von dort aus konnten weitere Einsatzstellen koordiniert werden. Die ÖEL disponierte alle Einsätze. 48 Feuerwehrleute und acht Feuerwehrfahrzeuge waren schließlich im Stadtgebiet unterwegs. Hinzu kam die Rufbereitschaft des Baubetriebshofes mit den städtischen Mitarbeitern, so Nehlig. „Fast an allen Einsatzstellen war immer das gleiche Bild: Die Kanaleinläufe konnten die Regenmassen nicht mehr aufnehmen. Ein Grund war, dass das Sturmtief ,Fabienne’ die Blätter von den Bäumen wehte und diese dann durch das Wasser die Kanaleinläufe verstopften. Auch größere Äste, die abgebrochen waren, mussten beseitigt werden. Die betroffenen Straßen in den Ortsteilen waren bis zu 15 Zentimeter überflutet, die Regeneinläufe wurden durch die Wehren freigelegt“, heißt es im Bericht der Feuerwehr. In Wecklingen sei das Regenwasser in einen Keller in einem Einfamilienhaus eingedrungen. Hier sei der Löschbezirk Ballweiler-Wecklingen mit einer Tauchpumpe eingesetzt gewesen. Verstärkung sei aus dem Löschbezirk Blieskastel-Mitte mit zwei Feuerwehrleuten mit einem speziellen Wasser-Staubsauger gekommen. Der Löschbezirk Biesingen habe einen Astbruch auf der Verbindungsstraße zwischen Biesingen und Ballweiler beseitigt. Hier seien die Wehrleute aus Biesingen mit beiden Feuerwehrfahrzeugen vor Ort gewesen. „Die Löschbezirke Blieskastel-Mitte, Ballweiler-Wecklingen, Biesingen und Niederwürzbach hatten insgesamt neun Einsatzstellen abgearbeitet. Gegen 19.30 Uhr waren alle Feuerwehreinsätze beendet“, wie Wehrsprecher Marco Nehlig bilanzierte.

Wie Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener ergänzt, habe sich wieder einmal gezeigt, dass die Blieskasteler Löschbezirke mit einer sehr hohen Qualität für die Bevölkerung bestens einsatzbereit sind. Die Wehrleute und die Stadtverwaltung weisen nochmals darauf hin, dass die Bevölkerung und die Bewohner sich auch eigenverantwortlich um ihren Schutz des Anwesens kümmern müssen. „Denn überall und an allen Einsatzstellen gleichzeitig zu arbeiten, ist nicht möglich, auch nicht für die Blieskasteler Wehren, die mit fast 420 Einsatzkräften die personalstärkste Feuerwehr im Saarpfalz-Kreis ist. Auch sind viele Einsatzstellen zu geringfügig und somit keine Arbeit für die Feuerwehr. Manche Bewohner rufen uns wegen einem Zentimeter Wasser in einem Keller, da gibt es schon wichtigere Einsatzstellen“, so Wehrführer Michael Nehlig abschließend.