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SPD geht mit Jesel in die Bürgermeisterwahl

Blieskastel. Die SPD in der Stadt Blieskastel geht mit ihrem Partei- und Fraktionsvorsitzenden Achim Jesel in die nächste Bürgermeisterwahl. Dies hat der erweiterte Stadtverbandsvorstand der Partei in geheimer Abstimmung beschlossen Von Merkur-Mitarbeiter Joachim Schickert

Blieskastel. Die SPD in der Stadt Blieskastel geht mit ihrem Partei- und Fraktionsvorsitzenden Achim Jesel in die nächste Bürgermeisterwahl. Dies hat der erweiterte Stadtverbandsvorstand der Partei in geheimer Abstimmung beschlossen. Achim Jesel soll nach dem Willen der Sozialdemokraten die amtierende Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener (CDU) ablösen und der Entwicklung der Stadt Blieskastel wieder einen sozialdemokratischen Anstrich geben. "Die Sozialdemokraten haben sich damit als erste Partei für die kommende Bürgermeisterwahl positioniert. In den kommenden Monaten will die Partei gemeinsam mit dem Kandidaten den Wahlkampf vorbereiten und politische Schwerpunkte diskutieren", teilt die SPD Blieskastel in einer Presseerklärung weiter mit. Ein wesentlicher politischer Schwerpunkt zeichne sich bereits ab. Achim Jesel - der 50-Jährige aus Wolfersheim ist seit 1999 SPD-Stadtverbandsvorsitzender in Blieskastel und beim Saarpfalz-Kreis beim Amt für Planung und Regionalentwicklung beschäftigt - wolle die Arbeit von Stadtrat und Bürgermeister künftig für die Bürgerinnen und Bürger weit öffnen. "Wir brauchen mehr Offenheit und Transparenz in unserer Stadt", fordert Jesel. "Derzeit werden zu viele Entscheidungen von zu wenigen im stillen Kämmerlein gefällt und anschließend im Stadtrat durchgepaukt", so seine Kritik. Allein die Standortdiskussion um den Lebensmittelmarkt in Niederwürzbach habe gezeigt, "wie weit sich die Bürgermeisterin und die schwarz-grüne Koalition im Stadtrat von den Bürgern entfernt haben". Eine stärkere Mitsprache der Bürger werde auch dazu führen, dass mit Steuergeldern sparsamer umgegangen werde und "manch unsinniges Projekt frühzeitig auf der Strecke bleibt", ist sich Jesel sicher.Daher werde ein zentrales Projekt seiner möglichen Amtszeit die Entwicklung eines Bürgerhaushaltes sein. "Die Vorschläge der Stadtverwaltung zum Haushalt sollen künftig nicht nur in den Ortsräten und im Stadtrat diskutiert, sondern auch in Bürgerversammlungen vor Ort mit den Bürgerinnen und Bürgern abgestimmt werden", so der 50-Jährige.

Wie Stadt-Pressesprecher Fredi Brabänder auf Anfrage erklärt, könne nach geltendem Recht die Wahl des Bürgermeisters/der Bürgermeisterin in Blieskastel frühestens zwölf Monate vor Ende und spätestens drei Monate vor Ende der Amtszeit der Bürgermeisterin stattfinden. Da die Amtszeit von Verwaltungschefin Faber-Wegener am 31. August 2013 ende, finde die Wahl also zwischen dem 1. September 2012 und dem 31. Mai 2013 statt. Der Termin werde vom Innenminister festgesetzt, der Stadtrat habe dazu ein Vorschlagsrecht.Foto: SPD