| 17:52 Uhr

So sehen die neuen Pläne für Blieskastel aus
Zukunftsmusik der besonderen Art

 Dieser Entwurf gibt erstmals einen genauen Einblick in die jetzt bekannt gewordenen Pläne für die Innenstadt von Blieskastel. Dank Verlegung der L113 als Umgehungsstraße wird die Bahnhofstraße ganz entlastet und kann für städtebauliche Zwecke genutzt werden.
Dieser Entwurf gibt erstmals einen genauen Einblick in die jetzt bekannt gewordenen Pläne für die Innenstadt von Blieskastel. Dank Verlegung der L113 als Umgehungsstraße wird die Bahnhofstraße ganz entlastet und kann für städtebauliche Zwecke genutzt werden. FOTO: tobeSTADT Frankfurt/städte.bau.planung.dialog
Blieskastel. Neue Pläne für die Innenstadt von Blieskastel. Aus der Vogelperspektive werden diese deutlich sichtbar. Von Michèle Hartmann

Der Worte sind schon viele gewechselt, und so sollen jetzt einmal Bilder sprechen. Denn freundlicherweise hat Stadtplaner Torsten Becker vom Unternehmen tobeSTADT – „städte.bau.planung.dialog“ – unserer Zeitung seine Entwürfe für die Innenstadt von Blieskastel überlasssen. Die Firma mit Sitz in Frankfurt hatte kürzlich ihre Ideen im Stadtrat vorgestellt (wir berichteten ausführlich). Sie war aus einem städtebaulichen Wettbewerb als Sieger hervorgegangen.

Was den Ratsmitgliedern in Gänze vorgestellt wurde, blieb natürlich nicht ohne Eindruck. Vor allem soll nun nicht mehr das Biosphärenhaus an den Standort der alten Bliesgaufesthalle rücken, sondern an den Standort Ost in Richtung Bliesaue. Und die neue Festhalle leistet sowohl dem Rathaus am Paradeplatz als auch dem Biosphärenhaus Gesellschaft, wie man dem Konzept aus der Vogelperspektive sehr gut entnehmen kann. Derweil wartet eine „Mobilitätsstation“ auf Autofahrer, die zahlungswillig sind. Es handelt sich um ein Parkhaus mit einigen Dienstleistungen drumherum. Und ein neues Hotel soll es geben. Derweil rücken auch neue Verbindungen von der Altstadt zu der Bliesaue in den Mittelpunkt. Und ans Biosphärenhaus schließt sich ein Hotel an. Bisher, wie gesagt, sind das alles schöne Zukunftsaussichten. Bis aber mal Investoren für das ein oder andere Projekt gefunden und sich finanzielle Fördertöpfe auftun, fließt noch viel Wasser die Blies herunter.

Wenn auch die Realisierung all dieser oder anderer modifizierter Pläne noch Jahre in Anspruch nehmen wird, eines ist heute schon sicher: das zum großen Teil gebührenfreie Parkparadies Blieskastel wird es nicht mehr geben. Sehr viele Stellplätze fallen weg. Diese Zeiten sind dann endgültig vorbei.



Wie Susanne Wagner-Klein vom Bauamt der Stadt Blieskastel mitteilt, sind in der Markthalle bis einschließlich 14. Februar nicht nur die Frankfurter Pläne zu besichtigen, sondern auch die Entwürfe dreier weiterer Planungsbüros, die an besagtem städtebaulichen Wettbewerb teilgenommen hatten. Die Markthalle am Paradeplatz kann man zu den üblichen zu den Rathaus-Öffnungszeiten besuchen.

 Die neue Festhalle könnte gegenüber dem Rathaus stehen.
Die neue Festhalle könnte gegenüber dem Rathaus stehen. FOTO: tobeSTADT Frankfurt/städte.bau.planung.dialog