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Sie kommt aus Hamburg zum Ehrenbaum pflanzen

 BDFA-Präsident Klaus-Werner Voß, Landrat Clemens Lindemann, die Gewinner der Goldmedaillen Georg Bock, Erich und Christl Herold, Ellen Heckert (von links). Hinten und rechts: Festivalleiter Jürgen Baquet und der 2. Vorsitzende des AFW, Horst Bast. Foto: Georg Allmannsberger
BDFA-Präsident Klaus-Werner Voß, Landrat Clemens Lindemann, die Gewinner der Goldmedaillen Georg Bock, Erich und Christl Herold, Ellen Heckert (von links). Hinten und rechts: Festivalleiter Jürgen Baquet und der 2. Vorsitzende des AFW, Horst Bast. Foto: Georg Allmannsberger
Blieskastel. Mit einer Filmmatinee in der voll besetzten Bliesgaufesthalle ging am Sonntag das 34. Bundesfilmfestival Natur zu Ende, das mit 35 Filmen ein Rekord-Meldeergebnis aufwies und sowohl die Fachjury als auch die in diesem Jahr sehr zahlreich aus dem ganzen Bundesgebiet und dem benachbarten Luxemburg und Holland angereisten Besucher begeisterte

Blieskastel. Mit einer Filmmatinee in der voll besetzten Bliesgaufesthalle ging am Sonntag das 34. Bundesfilmfestival Natur zu Ende, das mit 35 Filmen ein Rekord-Meldeergebnis aufwies und sowohl die Fachjury als auch die in diesem Jahr sehr zahlreich aus dem ganzen Bundesgebiet und dem benachbarten Luxemburg und Holland angereisten Besucher begeisterte.

Hoher Stellenwert

Bereits am Freitag bei der Eröffnung des Festivals konnte Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener eine große Zahl bekannter Autoren, aber auch einige neue Teilnehmer begrüßen. Sie hob den hohen Stellenwert des Festivals für die Stadt und die Biosphäre heraus und dankte den Verantwortlichen des AFW-Blieskastel für das große Engagement bei der Planung und Durchführung dieser Großveranstaltung. Die erste Medaille des Festivals erhielt bei dieser Gelegenheit Harald Becker vom städtischen Kulturamt "ehrenhalber" überreicht, denn er begleitet das Festivals seitens der Stadt schon seit fast 30 Jahren. Tief in die Clubkasse hatte der AFW gegriffen und für die Festhalle eine neue Großleinwand angeschafft, auf der insbesondere die vielen neuen 16:9-Filme in bestechender Qualität vorgeführt wurden. Nach fast 14 Stunden Filmprojektion und eingehender Besprechung der Filme durch die fünfköpfige Jury unter Leitung von Erich Lutz aus Esslingen stand das Ergebnis fest: Drei Goldmedaillen wurden in diesem Jahr vergeben an Ellen Heckert aus Rödlinghausen für ihren Film "Landmarke Desenberg", der Flora und Fauna am 150 Meter hohen Desenberg in der Warburger Börde vorstellt, an den aktion-geladenen Film "Karibu Masai Mara" von Christl und Erich Herold aus Singen, die die riesigen Gnuherden auf ihrem gefahrvollen Weg in die Serengeti filmisch begleiteten und an "Der Veldensteiner Forst-Lebensraum an der Autobahn" von Georg Bock aus Pegnitz, der über sechs Jahre hinweg das Leben in einem direkt an die Autobahn angrenzendes Waldgebiet beobachtet hatte und für seine großartigen Aufnahmen auch vom Publikum mit dem "Preis des Publikums" ausgezeichnet wurde.



Wieder hohes Niveau

Das hohe Niveau des Festivals unterstreicht die Tatsache, dass weitere elf Filme mit einer Silbermedaille ausgezeichnet wurden, darunter auch die beiden Filme des ausrichtenden AFW-Blieskastel "Heide hinter Stacheldraht" von Jan van den Bos und "Das Land des weiten Himmels" von Hartmut Krell. Bei der feierlichen Preisverleihung anlässlich der Filmmatinee am Sonntagmorgen wurden in Anwesenheit von Schirmherr Landrat Clemens Lindemann und dem Präsidenten des Bundesverbandes deutscher Filmautoren Klaus-Werner Voß aus Dortmund, noch einmal sechs Filme vorgeführt, die mit einem Förder- oder Ehrenpreis ausgezeichnet wurden. Dabei war man besonders gespannt, für wen die Stadt Blieskastel in diesem Jahr ihren "Ehrenbaum" pflanzen wird. Die Autorin Simone Thernes wird im November weit anreisen müssen, um mit Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener "ihren" Baum in der Allee der Sieger im Stadtwald zu pflanzen. Denn die Hamburgerin erhielt für ihren Film "Süße Verlockung" den Ehrenpreis der Stadt Blieskastel zuerkannt. Seit einigen Jahren unterstützt auch der Biosphärenverein Bliesgau das Festival mit einem Ehrenpreis in Form einer "Bliesgaukiste", die das Autorenehepaar Helga und Willi Eizenhöfer für ihren Bienenfilm "Wir sind das Volk" mit ins hessische Großostheim nehmen durften.

So gab es am Sonntag nur strahlende Gesichter, und das oft gehörte "Wir kommen wieder" war der schönste Lohn, den der AFW-Blieskastel für seine Arbeit bei diesem dreitägigen Festival neben vielen weiteren Komplimenten einheimsen konnte. red

www.afw-blieskastel.de