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Großzügige Spenden von Bürgern
Die „Schutzengel“ legen sich für die kleine Jayla ins Zeug

 Die kleine Jayla braucht dauerhaft ein teures Medikament.
Die kleine Jayla braucht dauerhaft ein teures Medikament. FOTO: Klaus Port
Blieskastel. Der Blieskasteler Verein unterstützt die teure medikamentöse Behandlung des an einer schweren Krankheit leidenden Mädchens. Von Elmar Müller

Mit einer Soforthilfe von 10 000 Euro unterstützt der gemeinnützige Blieskasteler Schutzengelverein die kleine Jayla. Wie der Verein mitteilt, ist das Geld für eine kostenintensive Behandlung gedacht. Doch diese Summe reicht bei weitem nicht für die Behandlung. Deshalb startet der Schutzengelverein eine Hilfsaktion und sammelt Spendengelder für die Behandlung. Die aufgeweckte, erst vier Jahre alte Jayla leidet an einem höchst bösartigen und inoperablen Tumor (Ponsgliom, DipG) am Hirnstamm. Nach Chemo und Bestrahlung mit erheblichen Auswirkungen für Jayla will die Familie nicht aufgeben. Dabei setzt sie große Hoffnung in die Behandlungsform mit dem Medikament ONC201, das darauf abzielt, Krebszellen abzutöten, ohne dabei gesunde Zellen zu schädigen, indem es die Signalwege für das Wachstum von Tumoren blockiert. Die Behandlung besteht aus einer einfachen Kapsel, die zweimal wöchentlich eingenommen wird. Bisher wurde diese Vorgehensweise nur in den USA und in der Schweiz durchgeführt, teilweise mit Erfolg. Inzwischen gibt es einen Arzt in Deutschland der dieses Medikament verordnen darf. Dieser Herzenswunsch soll auch für Jayla und ihre Familie in Erfüllung gehen. Dafür will der Schutzengelverein alles Menschenmögliche in Bewegung setzen. „Wir wollen Jayla den Hoffnungsschimmer auf ein gesundes, glückliches Leben ermöglichen“, erklärt der Verein. Doch weil das Medikament in Deutschland noch keine Zulassung hat, verweigert die Krankenkasse die Übernahme der immensen Kosten der Behandlung. Diese belaufen sich auf jährlich rund 20 000 Euro und in fünf Jahren Behandlungsdauer auf rund 100 000 Euro. Eine Summe, die die Familie selbst nicht aufbringen kann.

Der Verein kann sich unterdessen weiter auf eine große Spendenbereitschaft stützen. Erneut überraschte das Bexbacher Familienunternehmen LUX Logistik den Verein mit einer Spende von 7500 Euro. Dank des sozialen Engagements von Familie Lux und ihrem Unternehmen erhielt der Verein seit 2012 Spendengelder in einer Gesamthöhe von 45 500 Euro. Und auch weitere Spenden gingen an den Verein – unter anderem von der Becher Unternehmensgruppe in Blickweiler. Dort verzichtete man zu Weihnachten auf Präsente und spendete stattdessen 1500 Euro.