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Auch unerwartete Schäden
Schüler kehren auf Schlossberg zurück

An der Schlossbergschule wurden die Böden erneuert – und kurzfristig andere Arbeiten erledigt.
An der Schlossbergschule wurden die Böden erneuert – und kurzfristig andere Arbeiten erledigt. FOTO: Stadtarchiv Blieskastel
Blieskastel. Seit dem Herbst sanierte Blieskastel die Nebenstelle der Grundschule in der Stadtmitte. Zum Ferienende am Montag stehen die gewohnten Räume für den Unterricht wieder zur Verfügung.

Nach der Sanierung des belasteten Bodens in der Schlossbergschule in Blieskastel-Mitte können die vier Klassen der Dependance der Grundschule Kirchberg-Schlossberg nach den Winterferien wieder in vertrauter Umgebung lernen.

Die alten Bodenbeläge hatten anfänglich zu Verdachtsmomenten geführt. In Absprache mit den zuständigen Bauaufsichtsbehörden fanden Schadstoffmessungen in der Schule statt. Nachdem ein Sanierungsbedarf festgestellt worden war, erfolgte in den Herbstferien die Auslagerung der vier Grundschul-Klassen vom Schlossberg nach Lautzkirchen, in die Schule am Kirchberg.

Der Unterricht begann in Lautzkirchen direkt nach den Ferien Mitte Oktober. Als Schulträger sorgte die Kommune für den Schülertransport. Sie trug die Kosten für das Busunternehmen, das die Kinder zum Kirchberg brachte. Die Auslagerung sollte eigentlich nur von kurzer Dauer sein, mit den Weihnachtsferien zu Ende gehen. Durch einige Komplikationen konnte dieser Termin nicht eingehalten werden.



Ein größerer Schaden wurde etwa auch erst festgestellt, als die Sanierungsfirma die belasteten Bodenbeläge und den Kleber entfernte. Der darunter befindliche Estrich war größtenteils gerissen, spröde und mürbe. Somit musste dieser kurzfristig auch noch entfernt und der Boden neu aufgebaut werden. Des Weiteren taten sich noch etliche kleinere unvorhersehbare Sanierungs- und Schadensfälle auf, die durch die zeitliche Verschiebung bis zu den Winterferien im Februar gleichfalls noch behoben werden mussten.

Durch die enge und kooperative Zusammenarbeit des Blieskasteler Schul- und Bauamtes konnte in Absprache mit der Bauhofleitung dieser zeitliche Aufschub positiv zu weiteren Arbeiten in der Schule genutzt werden. Nach Information des Schulamtes gab es während der Bauzeit keinen größeren Stillstand. Nach Abschluss der Bodensanierung erfolgte eine Freimessung des Gebäudes, es gab keine Beanstandungen und keine Belastungen – so die Mitteilung des Bauamtes.

Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener nahm nunmehr kurz vor dem Umzug die Schule in Augenschein. Sie zeigte sich erfreut, dass die Mitarbeiter des Baubetriebshofes ihre Einschätzung, die von ihnen zu leistende Arbeiten fristgerecht fertigzustellen, einhalten konnten. Sie sprach den Mitarbeitern, den Malern, Maurern, Transporteuren, Reinigerin und dem Hausmeister ein Lob für ihren Einsatz, ihre saubere und akkurate Arbeit aus. Sie zeigte sich angetan von der Bodenoptik und der Farbgebung der verschiedenen Räume, die in Absprache mit der Schulleitung und den Lehrern erfolgte.

Als positiv vermerkte die Bürgermeisterin auch, dass jetzt noch Akustik-Maßnahmen zur Lärmdämmung in Klassensälen vorgenommen werden. Diese notwendigen Sanierungs- und Baumaßnahmen sowie die Zusatzkosten durch die Schülertransporte beliefen sich auf rund 150 000 Euro.

Der neuerliche Umzug auf den Schlossberg geschieht gleichfalls wieder in den Ferien, da auch auf Wunsch des Schulelternsprechers in der Gesamtschulkonferenz davon abgesehen wurde, die Übersiedlung während der regulären Schulzeit durchzuführen. Dies vor dem Hintergrund, keine Unterrichtszeit mehr als nötig zu opfern.

Die Eltern wurden über die Bausituation informiert. Schüler und Lehrer können nun ab 19. Februar wieder in ihren bekannten Räumen zur Schule gehen, die Zeit der räumlichen Enge ist endlich vorbei. Die Freiwillige Ganztagsschule Blieskastel war für den Zeitraum der Arbeiten von der Schlossbergschule in die benachbarte Orangerie verlegt worden. Auch das hat ab Montag ein Ende.

Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener (Vierte von links) verschaffte sich einen Überblick über die Sanierungsarbeiten.
Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener (Vierte von links) verschaffte sich einen Überblick über die Sanierungsarbeiten. FOTO: Uwe Brengel