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Rettung in luftiger Höhe

Blieskastel. Da momentan in zwei Obergeschossen der Kliniken in Lautzkichen Umbauarbeiten in Gange sind, konnte ein Zimmerbrand mit Verqualmung simuliert werden, ohne dass Patienten der Klinik beeinträchtigt wurden

Blieskastel. Da momentan in zwei Obergeschossen der Kliniken in Lautzkichen Umbauarbeiten in Gange sind, konnte ein Zimmerbrand mit Verqualmung simuliert werden, ohne dass Patienten der Klinik beeinträchtigt wurden. Die Übungsannahme galt, so der Sprecher der Feuerwehr Blieskastel, Marco Nehlig, dass mehrere Bewohner in den Kurzimmern vermisst werden und eine weitere Person "hilferufend" auf dem Balkon im vierten Obergeschoss steht. Hinter ihr drang dichter Diskonebel aus der offenen Balkontür. Die Feuerwehr machte einen so genannten Innenangriff zur Menschenrettung mit mehreren Trupps unter schwerem Atemschutz. Von außen wurde, mit Hilfe der Blieskasteler Drehleiter, die Person aus der enormen Höhe des Balkons gerettet. Schwieriger dagegen gestaltete sich die Rettung der Person im Inneren. Da man im Brandfall keinen Aufzug benutzen darf, mussten die Floriansjünger all ihre Ausrüstung bis ins vierte Obergeschoss hochtragen. Sichtlich gezeichnet durch die außergewöhnliche Belastung, ein Feuerwehrmann trägt bis zu 25 Kilo zusätzliche Ausrüstung mit sich, konnten die Personen in kürzester Zeit durch die Einsatzkräfte aus Blieskastel und Kirkel gemeinsam gerettet werden. Somit wurde das Übungsziel, einer Menschenrettung unter erschwerten Bedingungen, erreicht. Die beiden an der Übung befindlichen Wehrführer von Blieskastel und Kirkel sowie der Kreisbrandinspekteur Uwe Wagner waren mit dem Ablauf und der Zusammenarbeit der beiden Löschbezirke sehr zufrieden. "Die Leistungsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr konnte hier erst recht unter Beweis gestellt werden, da bei einem so enorm großen Objekt eine gute Zusammenarbeit sehr wichtig ist", so einer der Führungskräfte.In die Übung waren sieben Fahrzeuge mit 33 Einsatzkräften des Löschbezirkes Blieskastel-Mitte und fünf Fahrzeuge sowie 28 Einsatzkräfte des Löschbezirks Kirkel-Neuhäusel beteiligt. red