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Blieskastel
Neujahrsempfang mit familiärer Note

 Das CDU-Rendez-vous in Blieskastel hat sich inzwischen etabliert. CDU-Chef Holger Schmitt (links) begrüßte eine große Schar von Gästen.
Das CDU-Rendez-vous in Blieskastel hat sich inzwischen etabliert. CDU-Chef Holger Schmitt (links) begrüßte eine große Schar von Gästen. FOTO: Erich Schwarz
Blieskastel. Zu ihrem Rendez-vous hatte die Blieskasteler CDU eingeladen. Dabei blickte Annelie Faber-Wegener auf den Anfang ihrer Amtszeit zurück. Von Erich Schwarz

„Anpacken für Blieskastel“, gab Holger Schmitt als Motto für die CDU für die kommenden Monate und Jahre aus. Man sei offen für Neues, stehe aber ebenso für Stabilität und Beständigkeit. Damit eröffnete der CDU-Vorsitzende von Blieskastel das diesjährige „Rendez-vous mit der CDU“. Seit einigen Jahren hat diese Veranstaltung den früheren Neujahrsempfang ersetzt, man gibt sich betont familiär, aber ohne Politik kommt eben eine Partei nicht aus.

Es gab Musik von Klaus Musseleck und dessen nun schon legendären „Neujahrsbrezel-Song“, und eben Brezeln für die Kleinen. Und damit die sich wohlfühlten und die Erwachsenen auch den politischen Statements lauschen konnten, hatte man wieder eine Spielecke eingerichtet. Und auch der große Andrang am Kuchenbuffet zur klassischen Kaffeezeit am Sonntagnachmittag wunderte niemand ob der vielen tollen selbstgebackenen Kuchen. Und viele Gäste konnten begrüßt werden, darunter Landtagsfraktionschef Alexander Funk, der Bundestagsabgeordnete Markus Uhl und vom Koalitionspartner Bündnis90/Die Grünen Lukas Paltz und Lisa Becker.

Als Schirmherrn hatte man sich den Justiz-Staatssekretär und Europa-Beauftragten der saarländischen Landesregierung, Roland Theis, eingeladen. Er machte es zur Kaffeezeit bewusst kurz, beschränkte sich auf einige allgemeine Äußerungen zur saarländischen Politik. Brexit und Protektionismus, Diesel-Probleme und die ökonomischen Unwägbarkeiten seien ebenso wie die Affäre um den LSVS nicht unbedingt die besten Schlagzeiten. Gerade beim Landessportverband gelte es für die CDU, offensiv aufzuklären und verlorengegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Mit einem Augenzwinkern begannen die positiven Nachrichten, schließlich wage es niemand mehr, sich in Talk-Shows negativ über das Saarland zu äußern.



Hier nahm er Bezug auf den Talk-Show-Auftritt von AKK, als diese ihr Heimatbundesland bei Anne Will vehement verteidigte. Und jener AKK sei es auch noch zu verdanken, dass man in Sachen IT-Sicherheit im Saarland Weltspitze (Stichwort Helmholtz-Zentrum) sei. Auch die „Nobilia“-Ansiedlung in Saarlouis sei ein großer Erfolg für das Bundesland. Ja klar, auch der Saarland-Pakt war schließlich auch in seiner Rede ein wesentlicher Kernpunkt. Er bezeichnete Wahltage als „das höchste Fest der Demokratie“, und es sei vom Bürger nicht zu viel verlangt, einmal alle fünf Jahre zur Urne zu gehen. Die zweite Schirmherrin des Rendez-vous, Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener, ging noch einmal auf den Beginn ihrer Arbeit ein, als Blieskastel „im Dornröschenschlaf lag“. Sie bedankte sich besonders bei ihren Mitstreitern, etwa Jürgen Trautmann, Holger Schmitt und Jutta Schmitt-Lang. Man habe in der Vergangenheit gut gearbeitet und könne große Erfolge aufweisen, aber es bleibe auch für die Zukunft noch viel zu tun. Sie ging auf die Sicherheitspartnerschaft mit der Polizei ein und nannte das SOS-Ziel: Sicherheit, Ordnung, Sauberkeit. Man werde einen interkommunalen Ordnungsdienst installieren, und auch der Umzug der Polizei in die Stadtmitte bringe Synergieeffekte mit sich.

Für das Frühjahr kündigte sie einen „Atmosphärencheck“ an, wobei Experten von außen auf die Stadt schauen werden. Die Bürgermeisterin hob die vielen Prädikate von Blieskastel hervor, etwa Citta slow, Fairtrade-Stadt oder essbare Stadt. Nicht zuletzt sei Blieskastel auch das Zentrum der Biosphäre Bliesgau, und mit dem Bau des Biosphärenhauses in Blieskastel sei auch das Problem Veranstaltungshalle mit gelöst.

Sie bedankte sich dann noch einmal ausdrücklich bei der Blieskasteler Landtagsabgeordneten Jutta Schmitt-Lang, die sich auch in Saarbrücken durch „das Bohren dicker Bretter“ auch für ihre Heimatstadt auszeichne. Am Ende ihrer Ausführungen ging die Blieskasteler Bürgermeisterin dann noch auf das „Mammut-Projekt Altstadtrand Ost“ ein, das man nun zügig umsetzen werde.