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Gärten mit Geschichte
Reichsgräfin erzählt bei Tour über barocke Bauten

Marianne von der Leyen alias Dagmar Schuler (Zweite von links) war mit weiteren Hoheiten schon mehrmals in Aßweiler zu Besuch.
Marianne von der Leyen alias Dagmar Schuler (Zweite von links) war mit weiteren Hoheiten schon mehrmals in Aßweiler zu Besuch. FOTO: Hans Hurth
Aßweiler. Im Rahmen der Reihe „Gärten mit Geschichte“ des Saarpfalz-Kreises bietet der Arbeitskreis Heimatgeschichte Aßweiler an diesem Sonntag, 12. August, einen Rundgang zu den ehemaligen Herrschaftsgebäuden des Grafen Philipp von der Leyen an. Von Hans Hurth

„Die Jahre 1788 bis 1793 sind für Aßweiler und Seelbach sehr bedeutend. In dieser Zeit waren die beiden Orte nämlich für den Sohn der Reichsgräfin Marianne von der Leyen von ganz besonderer Bedeutung. Befand sich doch auf der Gemarkung Aßweiler eine Art Musterbauernhof des Fürsten, um die am Boden liegende Viehzucht wieder zu entwickeln“, betonte Marco Hillinger vom Arbeitskreis Heimatgeschichte.

Die nur wenigen Menschen bekannte Schweizerei mit ihrem Brunnen werde der erste Teil der Wanderung sein.“ Anhand eines Modells und diverser Schautafeln werden die Besucher in eine längst vergangene Zeit entführt. Hierzu ist ein gewisses Maß an Fantasie hilfreich, da die Gebäude nicht mehr vorhanden sind, aber sehr gut recherchiert werden konnten.“

Wer könnte die interessierten Zuschauer hierbei besser leiten, als die Mutter des Fürsten. Keine Geringere als die Reichsgräfin Marianne von der Leyen alias Dagmar Schuler werde die Gäste über die Hochfläche nach Seelbach zur Bagatelle führen. Dieses ebenfalls nicht mehr vorhandene Schloss und weitere Gebäude diente als Rückzugsort des Herrn Grafen.



Die Zuhörer erfahren viel über die barocke Zeit des Landstrichs. „Es fallen nicht nur diese beiden Bauten in den Zeitraum, sondern damals wurde auch die Straße nach Saargemünd ausgebaut und die Seelbacher Steige – heute Alte Steige – angelegt. Die französischen Revolutionstruppen hatten am Ort des Geschehens ihr Winterquartier und die Schweizerei ist der Grundstein für den Namen Siegrist, welcher heute noch anzutreffen ist“, erklärt Marco Hilllinger. Den Gästen werde nach dem Rundgang sicher ein gutes Stück mehr bewusst sein, in welcher historisch bedeutsamen Gegend wir leben. Ein kleiner gemeinsamer Umtrunk soll die Tour beschließen.

Treffpunkt: Sonntag, 12. August, 15 Uhr, Parkplatz nach Seelbach an Ziehle Kreuz.