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Steinbruch-Erweiterung
Initiativen: Bürger müssen vom größeren Steinbruch wissen

Die Bürgerinitiativen und Ortsvorsteher der Nachbarorte kritisieren weiter die geplante Vergrößerung des Steinbruchs auf dem Hanickel.
Die Bürgerinitiativen und Ortsvorsteher der Nachbarorte kritisieren weiter die geplante Vergrößerung des Steinbruchs auf dem Hanickel. FOTO: Axel Kammerer
Rubenheim/Wolfersheim. Mit Veröffentlichung vom 28. September hat das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz bekanntgegeben, dass die Firma Schmitt Kalksteinbruch GmbH & Co. die Erweiterung des Kalksteinbruchs auf dem Hanickel bei Rubenheim/Herbitzheim und Wolfersheim um weitere 27,1 Hektar beantragt hat. red

Die geplante Inbetriebnahme dieser weiteren Flächen ist für das Jahr 2019 vorgesehen. Aus diesem Anlass haben sich die Ortsvorsteher von Erfweiler-Ehlingen, Michael Abel, und von Wolfersheim, Matthias Seel, mit Vertretern der Bürgerinitiativen getroffen, um diesen Sachverhalt zu beraten.

Dabei hat sich an den schon bekannten und seit Jahren vorgebrachten Argumenten hinsichtlich der negativen Auswirkungen auf Natur und Umwelt nach Ansicht der BI-Sprecher, Axel Kammerer und Manfred Adolph, nichts geändert. Beide erinnerten noch einmal an die mehr als 1000 Widerspruchsschreiben im Rahmen des Zielabweichungsverfahrens vor etwa zwei Jahren. Primäres Ziel müsse es nun sein, in dem jetzigen Verfahren größtmögliche Öffentlichkeit für die Auswirkungen des Kalkschotterabbaus herzustellen, so die ehemaligen Ortsvorsteher von Erfweiler-Ehlingen und Wolfersheim, Benno Bubel und Stephan Schepp-Weyrich.

Zudem erinnerten die Sitzungsteilnehmer noch einmal daran, dass auch der Biosphärenzweckverband Bliesgau und der BUND sich im Rahmen des Zielabweichungsverfahren sehr kritisch zum dem Erweiterungsvorhaben geäußert haben und forderten deshalb schon vor Beendigung der Einspruchsfristen eine entsprechende Informationsveranstaltung durch das Umweltministerium. Der Genehmigungsantrag der Firma Schmitt und die dazugehörigen Unterlagen im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung lägen noch bis 19. November bei der Gemeinde Gersheim, der Stadt Blieskastel und beim Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz zur Einsicht aus.