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Panoramablick über die Dächer Blieskastels

Blieskastel. Ein Schmuckstück in der Kapelle des Klosters ist das Gnadenbild „Unsere liebe Frau mit den Pfeilen“. Es handelt sich dabei um eine 80 Zentimeter hohe Marienfigur aus Eichenholz aus dem Jahr 1829. nob

Eine der Attraktionen in Blieskastel ist das Wallfahrtskloster, das ab Ende des 17. Jahrhunderts auf der Han, einer Anhöhe, errichtet wurde. Dort arbeiten und leben, nachdem sich vor gut zehn Jahren der Kapuziner-Orden verabschiedet hatte, heute vier Brüder der Franziskaner-Minoriten aus dem polnischen Krakau. Neben dem Dienst in der Pfarreingemeinschaft Lautzkirchen St. Maruritius sind diese vor allem mit der Wallfahrt beauftragt.

Bauherren des Klosters, in dessen Kapelle eine Kreuzreliquie ausgestellt ist, waren Carl Caspar und Damian Adolph von der Leyen. Bevor die Anlage 1924 von den Kapuzinern übernommen wurde, waren hier schon einmal die Franziskaner ansässig. Ein Schmuckstück in der Kapelle ist das Gnadenbild "Unsere liebe Frau mit den Pfeilen". Es handelt sich dabei um eine 80 Zentimeter hohe Marienfigur aus Eichenholz, aus dem Jahr 1829. Der Legende nach wurde diese Madonna von einem Eremiten in Bebelsheim verehrt. Eises Tages soll dieser von Soldaten überfallen worden sein, die dabei auch Pfeile in die Statue schossen. Mit dem Blut, das dann aus deren "Wunden" tropfte, habe sich Gräfin Elisabeth von Blieskastel ihre Augen geheilt. Die Gnadenkapelle wurde jüngst - wie auch die Pilgerrast mit ihrem Biergarten mit Panoramablick - grundlegend saniert. Die Klosterkirche selbst stammt aus dem Jahr 1925. Sehenswert ist auch der Park mit den Darstellungen von "Franziskus empfängt die Wundmale" und Franziskus predigt den Tieren". Jedes Jahr im Frühsommer findet ein Klosterfest statt, das immer mehr Besucher aus der Region anlockt.