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Moderner Ort für alte Güter

 Blieskastels Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener und EVS-Geschäftsführer Karl Heinz Ecker weihten am vergangenen Samstag mit der Entsorgung einer alten Couch das neue Wertstoff-Zentrum in Blieskastel offiziell ein. Foto: Peter Badt
Blieskastels Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener und EVS-Geschäftsführer Karl Heinz Ecker weihten am vergangenen Samstag mit der Entsorgung einer alten Couch das neue Wertstoff-Zentrum in Blieskastel offiziell ein. Foto: Peter Badt
Blieskastel. Mit einer kleinen Feierstunde wurde am Samstag in Anwesenheit von zahlreichen Besuchern das Wertstoff-Zentrum des Entsorgungsverbandes Saar (EVS) in der Blickweilerstraße in Blieskastel eingeweiht. Damit ging eine der modernen Anlagen im Saarland in Betrieb, in der alle Wertstoffe zentral an einem Ort entsorgt werden können Von Merkur-Mitarbeiter Peter Badt

Blieskastel. Mit einer kleinen Feierstunde wurde am Samstag in Anwesenheit von zahlreichen Besuchern das Wertstoff-Zentrum des Entsorgungsverbandes Saar (EVS) in der Blickweilerstraße in Blieskastel eingeweiht. Damit ging eine der modernen Anlagen im Saarland in Betrieb, in der alle Wertstoffe zentral an einem Ort entsorgt werden können. Eins von DreienEVS-Geschäftsführer Karl Heinz Ecker erklärte in seiner Ansprache, dass das Wertstoff-Zentrum in Blieskastel zu einer Serie von drei Projekten gehöre, die vom EVS selbst gebaut wurden. Mithilfe der saarländischen Kommunen und privater Bauherren werden künftig 20 Wertstoff-Zentren im Land flächendeckend die Entsorgung wertstoffhaltiger Abfälle ermöglichen. Das Angebot der Wertstoff-Zentren gehöre zur neuen Gebührenordnung, so Ecker, in der Hausmüllvermeidung belohnt werde. Ziel sei es, die saarländischen Haushalte mit einer Müllerzeugung von derzeit 200 Kilogramm pro Einwohner an einen Wert von 130 Kilogramm pro Kopf im Jahr 2019 heranzuführen. Zum Thema neue Gebührenordnung sagte der EVS-Geschäftsführer weiter, dass die Müllgebühren nur dann teuerer würden, wenn sich der Bürger in seinem Abfallverhalten nicht ändere und alte Gewohnheiten beibehalte. Wer Wertstoffe trenne und an den Zentren entsorge, der könne auch damit bis zu 60 Euro pro Jahr einsparen. Ecker verwies zudem darauf, dass die Abfallgebühren im Saarland bundesweit im unteren Drittel lägen. Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener zeigte sich in ihrem Grußwort erfreut über den Standort eines Wertstoff-Zentrums in Blieskastel. Sie bezeichnete die Anlage als großen Gewinn für das Bliestal, denn das Wertstoff-Zentrum stünde auch den Gersheimer Bürgern zur Verfügung. Mit dem früheren Bürgermeister von Gersheim, Lothar Kruft, sei Blieskastel als gemeinsamer Standort für die beiden Kommunen vereinbart worden.Bewusst entsorgenAnnelie Faber-Wegener ermunterte dazu, dass die Einwohner ihr Müllverhalten ändern und das Angebot des Wertstoff-Zentrums wie einen "Supermarkt" nutzen sollten, in dem man viele Wertstoffe entsorgen könne. Danach weihten Karl Heinz Ecker und Annelie Faber-Wegener das Zentrum symbolisch ein, indem sie eine Couch in einen Sperrmüllcontainer entsorgten. Das neue Wertstoff-Zentrum in der Blickweilerstraße, direkt neben dem Bauhof gelegen, ist ab sofort sechs Tage die Woche geöffnet. Die Leiterin der Anlage, Charlotte Teichmann, und ihre fünf Mitarbeiter Kutdedin Güller, Franz-Josef Schneider, Richard König, Markus Lambert und Dirk Hey stehen montags bis freitags von 12 bis 17 Uhr und samstags von 8 bis 16 Uhr zur Verfügung, damit die Bürger ihre Wertstoffe entsorgen können.



Auf einen BlickGroß, übersichtlich und gut gekennzeichnet präsentiert sich das Wertstoff-Zentrum Blieskastel auf dem Gelände des Bauhofs in der Blickweilerstraße, bei dem von Altfett über Batterien bis hin zu Metallen, Kartonagen und Grünschnitt auch ausgediente Haushaltskleingeräte und Sperrmüll abgeliefert werden können. Die Großcontainer sind über eine Rampe zu erreichen, die ein bequemes und Rücken schonendes Entladen ermöglichen. Die meisten Wertstoffe sind in ihrer Entsorgung kostenfrei, kostenpflichtige Abfallarten und deren Entsorgungsentgelte sind entweder einer Broschüre zu entnehmen, die der EVS bereits an die Haushalte verteilt hat oder im Internet unter der Adresse www.entsorgungsverband.de. peb