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Mobbing: Wenn das Leben zur Hölle wird

Blieskastel. Mobbing im Internet als ein Problem der heutigen Realität begreifen, ist wichtig für den Schulbetrieb. Hierüber klärte Peter Sommerhalter auf einem Infoabend am Von-der-Leyen-Gymnasium auf. Schüler erklärten den Eltern die Facetten des Mobbings. red

"Cybermobbing ist ein Problem unserer heutigen Gesellschaft und wenn eine Schule behauptet, sie habe dieses Problem nicht, so leugnet sie die Realität." Mit diesen Worten eröffnete Peter Sommerhalter, freiberuflicher Dozent und Referent für Prävention und Medienberatung , den Elternabend "Wir alle gegen Cybermobbing" in der Aula des Von-der-Leyen-Gymnasiums in Blieskastel , zu dem Direktor Christoph Kohl die Elternschaft der gesamten Klassenstufe 6 eingeladen hatte.

An dieser Schule kümmere man sich allerdings um dieses Problem, lobt Peter Sommerhalter, denn es gebe engagierte Lehrer und Schüler . Davon konnten sich die Eltern im Laufe des Abends selbst überzeugen: Vorbereitet im Projektunterricht von den beiden Medienberaterinnen Petra Maton und Christine Bauer, informierten die Schüler ihre Eltern selbst über die Gefahren in den sozialen Netzwerken und den digitalen Psychoterror. Die kleinen "Experten" definierten anhand von selbst angefertigten Plakaten für ihre Eltern den Begriff "Cybermobbing", zeigten ihnen auf, wie Cybermobbing abläuft, und gaben teilweise aus eigener Erfahrung Gründe dafür an, warum im Netz gemobbt wird. Das könne manchmal nur Langeweile oder Spaß am öffentlichen Beleidigen anderer sein. Auch wenn es in Deutschland kein Gesetz gegen Cybermobbing gebe, klärten die Schüler weiter auf, würden jedoch bei Mobbingattacken etwa Beleidigung, Nötigung oder Bedrohung strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Anschließend richtete eine Schülergruppe noch den Fokus auf die Opfer von Cybermobbing. Sie seien traumatisiert und hätten häufig Schulangst, was nicht selten zum Schulwechsel führe. Aber diese könnten sich wehren durch Gespräche mit Eltern , Freunden oder durch Inanspruchnahme der schulinternen Hilfssysteme, wie zum Beispiel Beratungen mit den Schulmediatoren oder den Schoolworkern. Sehr wichtig sei hierbei auch ein intensiver Dialog Schule - Eltern .



In manchen Fällen sei es sogar erforderlich, die Polizei einzuschalten. Damit der Abend für die Eltern nicht nur informativ, sondern zugleich auch unterhaltsam wurde, begnügten sich die Sechstklässler nicht nur mit der "trockenen" Erläuterung von Sachverhalten, sondern funktionierten mit der Aufführung von kleinen Rollenspielen und originellen Rapps die gesamte Veranstaltung zu einer spritzigen "Informationsshow" um.