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Blieskastel
Mit Umwelt-App den Volltreffer gelandet

Zur Umsetzung der Klimaprojekte haen sich Schüler der Geschwister-Scholl-Schule in Blieskastel engagiert. Sie haben unter anderem eine App programmiert, die das Kohlendioxid-Einsparpotential beim Zurücklegen von Kurzstrecken beleuchtet.
Zur Umsetzung der Klimaprojekte haen sich Schüler der Geschwister-Scholl-Schule in Blieskastel engagiert. Sie haben unter anderem eine App programmiert, die das Kohlendioxid-Einsparpotential beim Zurücklegen von Kurzstrecken beleuchtet. FOTO: Mathias Glahn
Blieskastel. Mit ihrem Umweltprojekt gehört die Geschwister-Scholl-Schule beim Deutschen Klimapreis zu den Siegern. Den Preis gibt’s in Berlin. Von Joachim Schickert

Über 150 Schulen aus ganz Deutschland hatten sich um den Deutschen Klimapreis der Allianz Umweltstiftung beworben. Nun stehen die Gewinner fest. Die Geschwister-Scholl-Schule Blieskastel gehört mit ihren innovativen Umweltprojekten zu den fünf Hauptgewinnern, die 10 000 Euro Preisgeld erhalten und im Juni nach Berlin reisen und im Schloss Bellevue von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfangen werden. „Eine tolle Anerkennung unserer schulischen Arbeit im Bereich Umwelt- und Klimaschutz“, so der Projektleiter Mathias Glahn. Wie die Geschwister-Scholl-Schule weiter mitteilt, engagierten sich zur Umsetzung der Klimaprojekte Schülerinnen und Schüler aus dem Wahlfach Technik und Klima und weitere Projektgruppen, die als Prima-Klima-Team in den letzten Jahren bei landes- und bundesweiten Wettbewerben tolle Erfolge erzielten. Aktuell hätten die Blieskasteler Umweltschützer eine App programmiert, die das Kohlendioxid-Einsparpotential beim Zurücklegen von Kurzstrecken beleuchtet: „Laufen statt fahren“, so lautete das Motto der „GreenWalkApp“, die über einen Schrittzähler angibt, wie viel von dem Treibhausgas beim Laufen eingespart wird, das sonst über dem Pkw in die Umwelt gelangt wäre. „Nicht die erste App, die aus der Schmiede der jungen Naturwissenschaftler aus Blieskastel stammt“, so die Schule.

Aber nicht nur die digitalen Wettbewerbsbeiträge wie die verschiedenen Apps oder den sprechenden Mülleimer, der sich über ein verbautes Handy beim umweltbewussten Schüler bedankt, habe die Jury überzeugt. Auch die Tauschbox, bei der ausgediente Spielsachen eine neue Verwendung finden, selbst designte Umweltbuttons oder die als Schulmäppchen recycelten DVD-Hüllen, fanden besondere Beachtung. „Digitale Medien, kreative und nachhaltige Ansätze, Do-it-youself-Projekte gepaart mit Klima- und Umweltthemen reizen nicht nur mich als Lehrer, sondern sprechen auch Schülerinnen und Schüler an. Dass unsere vielfältigen Ansätze und Ideen aus dem kleinen Saarland auch bundesweit Beachtung finden, ehrt und motiviert uns gleichermaßen“, so Mathias Glahn, der ein weiteres Projekt ankündigt, das für dicke Luft sorgt: Feinstaub.

Wie die Allianz Umweltstiftung darüber hinaus noch mitteilt, hätten 157 Teams mit über 5500 Schülern an dem mit 65 000 Euro dotierten Schulwettbewerb um den Deutschen Klimapreis der Allianz Umweltstiftung teilgenommen. Energiesparmaßnahmen oder die Ausbildung von Energiebeauftragten hätten sich ebenso unter den Einsendungen gefunden, wie Aktionswochen und Ausstellungen zum Klimaschutz oder Musikvideos und Apps zum Energiesparen.