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Blieskastel
Mit Schutzengel-Hilfe zu den Special Olympics

Blieskastel. Der Blieskasteler Schutzengelverein ermöglicht der 15-jährigen Ulrike die Teilnahme an den Special Olympics Deutschland in Kiel, die im Mai 2018 stattfinden. Wie der Verein mitteilt, wurden die Schutzengel im Dezember 2017 darüber informiert, dass die Förderschule geistige Entwicklung des Regionalverbandes Saarbrücken (Schule Winterbachsroth) mit einer Delegation von 15 Schülern an den Wettkämpfen von Special Olympics Deutschland vom 14. bis 18. Mai in Kiel teilnehmen will.

Unter den gemeldeten Sportlern seien auch vier Heimkinder, wobei das Heim aus finanziellen Gründen allerdings nur für drei Kinder die Kosten von jeweils 450 Euro pro Kind für Fahrt, Unterkunft, Verpflegung und Startgeld übernehmen kann. „Hiervon ausgehend müsste die 15-jährige Radsportlerin Ulrike, die sich bereits so sehr auf die Wettkämpfe in Kiel freut, von der Teilnahme an den Spielen ausgeschlossen werden. Die Schule fragte deshalb die Blieskasteler Schutzengel, ob sie die Kosten für Ulrike in Höhe von 450 Euro übernehmen oder sich daran beteiligen könnten“, so Vereinschef Klaus Port. Das habe die Schutzengel tief berührt, und daher sei es keine Frage gewesen, dass das Anliegen unterstützt wurde. Allen war klar, dass gerade dieser Wettkampf auch für Ulrike weitaus mehr als nur eine Sportveranstaltung sei. Denn die behinderten Sportler stünden im Mittelpunkt und prägten das Gesicht und die Stimmung der Spiele. Insbesondere für die zurückhaltende Ulrike, die seit dem allzu frühen Tod ihrer alleinerziehenden Mutter schon längere Zeit in einer Wohngruppe leben müsse, sei die anstehende Reise in eine Großstadt und dazu noch ans Meer mit allen Vorbereitungen bereits ein herausragendes Ereignis und Erlebnis und fördere insbesondere ihr Selbstwertgefühl und ihre Selbständigkeit. Deshalb hätten die Blieskasteler Schutzengel die 450 Euro-Kostenpauschale für Ulrike gerne übernommen und dem Mädchen zusätzlich ein Taschengeld in Höhe von 50 Euro zur Verfügung gestellt. Ziel von Special Olympics sei es, Menschen mit geistiger Behinderung durch den Sport zu mehr Anerkennung, Selbstbewusstsein und letztlich zu mehr Teilhabe an der Gesellschaft zu verhelfen, so Vereinschef Klaus Port abschließend.