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25 Jahre Servicekraft
Die Erfahrung eines Vierteljahrhunderts

Die beiden Gastronomie-Familien auf einem Bild vereint: (von links) Seniorchef Hans Born, Stefanie Wagners Enkel Jonas, die Berufsjubilarin Stefanie Wagner, Tochter Theresa Wagner, Christel Born, Anne-Catherine Wagner und Franz-Walter Wagner.
Die beiden Gastronomie-Familien auf einem Bild vereint: (von links) Seniorchef Hans Born, Stefanie Wagners Enkel Jonas, die Berufsjubilarin Stefanie Wagner, Tochter Theresa Wagner, Christel Born, Anne-Catherine Wagner und Franz-Walter Wagner. FOTO: Erich Schwarz
Niederwürzbach/Lautzkirchen. Seit 25 Jahren arbeitet Stefanie Wagner im Hubertushof in Nieder- würzbach als Servicekraft – für sie ist das „mehr Berufung als Beruf“.

Seit genau 51 Jahren gibt es den Hubertushof Born in Niederwürzbach. Was genau da vor diesen 51 Jahren als „Hubertusschenke“ von Engelbert Krämer gegründet wurde, wird inzwischen schon in der dritten Generation als Restaurant mit Hotelbetrieb geführt. Und das Haus ist weit über dir Grenzen Niederwürzbachs bekannt, wird auch gern als Tagungsstätte oder als Lokal für Hochzeits- und ähnliche Feiern gebucht. Diese lange Zeitspanne ist für diejenigen, die sich in der Gastronomie auskennen, für sich schon ungewöhnlich, ist doch den meisten gastronomischen Betrieben keine solch lange Lebensdauer beschieden.

Fast noch ungewöhnlicher ist allerdings die Tatsache, dass mit Stefanie Wagner eine Servicekraft in dem Niederwürzbacher Traditionsbetrieb schon seit 25 Jahren die Gäste bedient. Und die gelernte Gastronomie-Fachkraft und Hotelfachfrau gibt sich bescheiden: „Ich mache das immer noch gern. Für mich ist der Beruf keine lästige Pflicht, das ist eher ein Hobby“, unterstreicht Stefanie Wagner. Das Verhältnis zwischen der Familie Wagner und der Eigentümerfamilie Born ist sehr herzlich, ja eben schon familiär. Und deshalb hat Familie Born der langjährigen Mitarbeiterin auch als eines von mehreren Aufmerksamkeiten einen Familienabend mit Essen für die gesamte Familie geschenkt. Und weil das Verhältnis zwischen den beiden Familien so gut ist, gibt es auch lustige Frotzeleien, die man mit einer gehörigen Portion Humor verträgt.

So behauptet Franz-Walter Wagner, der Ehemann von Stefanie, seine Frau würde ja nur so gerne im Hubertushof im Service arbeiten, „damit sie ein paar Stunden von Zuhause weg sein kann“, witzelt der Ehemann. Und Hans Born, Seniorchef des Unternehmens stellt fest, dass man Stefanie Wagner auch in jedem Jahr im Januar bei der Inventur mit auflisten müsste als ewiger Bestandteil der Firma. Die Berufsjubilarin ist jedenfalls noch nicht „müde“, möchte noch lange im Hubertushof die Gäste bedienen, beraten und zufriedenstellen: „Ich sage den jüngeren Leuten immer, dieser Beruf ist eine Berufung. Wer das nur zum Geldverdienen macht, der ist in diesem Job falsch.“ Der Hubertushof Born, auch Partnerbetrieb der Biosphäre Bliesgau, verwendet innerhalb des Betriebes ausschließlich Produkte aus dem Bliesgau oder der näheren Region. Insofern werden die Gäste bei der Auswahl der Speisen und Getränke auch intensiv über die Herkunft der Produkte informiert. Auch diese Beratung gelingt Stefanie Wagner immer wieder gut.



Gibt es bei dieser langen Arbeitsdauer im selben Betrieb auch unangenehme Erinnerungen? Nach kurzem Überlegen hilft die Tochter auf die Sprünge: „Weißt du noch, wie das war, als du damals auf der Pommes frites ausgerutscht bist?“ Und ja, jetzt erinnert sich die Service-Fachkraft auch wieder: „Ja, da waren dann einige Bänder gerissen. Und das Schlimme daran war, es fiel gerade in die Vorweihnachtszeit, wo dann immer viel Betrieb ist“, ist sie jetzt noch nicht ganz darüber hinweg, weil das mit ihrer Berufsehre nur schlecht zu vereinbaren ist. Familie Born ist jedenfalls mit ihrer Service-Kraft zufrieden, und Stefanie Wagner macht ihren Job auch nach 25 Jahren im Hubertushof Born noch gern, also eine klassische Win-win-Situation für beide Familien.

Übrigens: Auch die Tochter von Stefanie Wagner hat im Hubertushof Born das Restaurant-Fach gelernt, dazu noch mit großem überregionalem Erfolg bei einem Wettbewerb.