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Knapp 5 Millionen Euro werden investiert
Lebenshilfe Saarpfalz baut neu in Mimbach

 Die Lebenshilfe Saarpfalz kümmert sich sowohl um geistig als auch um körperlich behinderte Menschen jeden Alters. In der Stadt Blieskastel wird in absehbarer Zeit ein neues Heim errichtet.
Die Lebenshilfe Saarpfalz kümmert sich sowohl um geistig als auch um körperlich behinderte Menschen jeden Alters. In der Stadt Blieskastel wird in absehbarer Zeit ein neues Heim errichtet. FOTO: dpa-tmn / Mascha Brichta
Mimbach/St. Ingbert. Rund 4,68 Millionen Euro werden ab dem ersten Halbjahr 2020 für eine neue Wohnanlage investiert. Von Michèle Hartmann

Die Lebenshilfe Saarpfalz mit Sitz in St. Ingbert (im alten Krankenhaus) ist in unserer Region eine feste Größe seit Jahrzehnten. Ihr gehören 530 Mitglieder an. Von ihr betreut werden insgesamt 1300 Menschen mit vor allem geistiger, aber auch mit körperlicher Behinderung. 557 Männer und Frauen arbeiten für diese Institution  – in der Integrationshilfe bis hin zum Fahrdienst sind sie tätig. Unter anderem unterhält sie Werkstätten in Blieskastel und Homburg, Kindertageseinrichtungen in St. Ingbert und Homburg und seit mehr als 30 Jahren auch einen integrativen Montessori-Kindergarten in St. Ingbert. Und so ist auch Frühförderung ein starkes Thema der Lebenshilfe.

Im Gespräch mit Geschäftsführer Michael Immig und dem ehrenamtlich tätigen 1. Vorsitzenden Markus Gestier erfährt der Merkur mehr über die neuesten Pläne, die vornehmlich den Blieskasteler Stadtteil Mimbach betreffen. Denn dort, in dem Gebiet „Auf dem vorderen Knopf“ entsteht eine neue Wohnanlage mit 18 ambulanten und weiteren 18 stationären Plätzen für Menschen mit Beeinträchtigung. Pro Platz rechnet man mit einer grob geschätzten Investitionssumme von mindestens 130 000 Euro, so dass am Ende das Projekt mit 4,68 Millionen Euro zu Buche schlägt – den Grundstückswert nicht mit eingerechnet.

Vor zwei Jahren, so Michael Immig und Markus Gestier, sei vom Sozialministerium als Koordinierungsbehörde ein Fehlbedarf an besagten Wohnheimplätzen ermittelt worden. Und so werde seitens der Lebenshilfe neu gebaut. In Mimbach, wie gesagt, fand sich ein geeignetes Grundstück, das die Stadt Blieskastel zu veräußern bereit sei. Der unterschriftsreife Kaufvertrag liege vor.



Aktuell sei man schon dabei, in die Vorplanungen einzusteigen. Der vorgesehene Baubeginn sei im Frühjahr kommenden Jahres, und wenn alles so läuft, wie man sich das als Bauherr liebend gern vorstellt, dann könnte der gesamte Komplex für 36 behinderte Menschen, in ambulanter wie stationärer Betreuung, im Herbst des Jahres 2022 fertiggestellt sein.

20 Prozent der Kosten übernimmt die Lebenshilfe, der Rest ist Sache des Landes, abzüglich der Zuschüsse von der Deutschen Behindertenhilfe/Aktion Mensch und dem, was an Spenden zu erwarten ist.

Zur Historie: 1985 wurde die Kreisvereinigung „Lebenshilfe Saarpfalz e.V.“ gegründet, hervorgegangen aus den ursprünglichen Lebenshilfevereinigungen Homburg (Gründungsjahr 1965) und St. Ingbert (Gründungsjahr 1975).

1995 wurde dann der Grundstein gelegt für die Tochtergesellschaft „Lebenshilfe Saarpfalz gemeinnützige GmbH“, deren Aufgabe und Ziel der Betrieb und die Errichtung voll- und teilstationärer sowie sonstiger Einrichtungen und Dienste insbesondere für Menschen mit einer geistigen Behinderung aller Altersstufen ist.

Kontakt: Lebenshilfe Saarpfalz im Gesundheitspark St. Ingbert, Klaus-Tussing-Str. 2a, Telefon (06894) 9217-0; E-Mail: info(at)lebenshilfe-saarpfalz.de. www.lebenshilfe-saarpfalz.de

 Michael Immig, Geschäftsführer der Lebenshilfe Saarpfalz.   Foto: Anja Kräuter
Michael Immig, Geschäftsführer der Lebenshilfe Saarpfalz. Foto: Anja Kräuter FOTO: Anja Kräuter / Anja Kräüter