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Tradition
Auf Herbergssuche in der Klosterkirche

 Bei Maria, Josef, den Engeln und Hirten sowie dem Herbergsvater, fühlte sich der zehn Monate alte Immanuel-Elias Hillen als Krippenkind wohl. Bereits zum 14. Mal hatten die Franziskaner-Minoriten zur Lebendigen Krippe ins Kloster Blieskastel eingeladen.
Bei Maria, Josef, den Engeln und Hirten sowie dem Herbergsvater, fühlte sich der zehn Monate alte Immanuel-Elias Hillen als Krippenkind wohl. Bereits zum 14. Mal hatten die Franziskaner-Minoriten zur Lebendigen Krippe ins Kloster Blieskastel eingeladen. FOTO: Hans Hurth
Blieskastel. Zahlreiche Kinder wirkten in der Klosterkirche in Blieskastel bei der lebendigen Krippe mit. Sehr zur Freude der Minoriten-Patres. Von Hans Hurth

Sie ist und bleibt ein Anziehungspunkt am zweiten Weihnachtsfeiertag, die lebendige Krippe bei den Minoriten-Patres auf dem Blieskasteler Klosterberg, die in der 14. Auflage über 500 Besucher anzog. In der Klosterkirche begann der Nachmittag mit einer Kindersegnungsandacht mit Musik, Gesang und einem Krippenspiel, das erneut Andrea Weinmann verfasst hatte. „Habt Dank liebe Krippenspielkinder, für wahr, dass ihr bereit seid, Jahr für Jahr zu opfern eure freie Zeit, denn nicht viele sind dazu bereit. Seit Anfang November haben wir uns getroffen, so darf ich mit euch auf ein gutes Gelingen hoffen“, leitete Guardian, Pater Mateusz die Andacht ein. Das Gotteshaus war bis auf den letzten Platz besetzt, selbst die Treppe hoch zu Organist Franz-Josef Berwanger war als Sitzplatz genutzt.

Zum Einzug sangen alle das Lied „Leise rieselt der Schnee“, ehe Erzähler Felix das biblische Stück von der Verkündigung Mariens, von Josefs Traum, Mariens Besuch bei Elisabeth, von der Herbergssuche, den Hirten auf dem Feld und natürlich von der Geburt des Jesuskindes begann. „Vor 2000 Jahren lebte in Nazareth ein Mann, dessen man sich noch heute erinnern kann. Er hieß Josef, ihr wisst es genau, Maria hieß seine Frau“, so, der mit den Spielkindern über den Befehl des Kaisers Augustus, das Klopfen von Haus zu Haus bei der Herbergssuche bis zum Ankommen in der Lagerstätte im Stall zu Bethlehem und der Geburt des Kindes im Stroh in passenden Versen das Krippenspiel näherbrachte. Im Wortgottesdienst wies Pater Mateusz auf die Kinder in der Welt hin, denen es durch Hunger und Durst nicht so gut gehe.

Beim Abschlusslied „Stille Nacht“ spendete der Geistliche den Kindern den Einzelsegen, ehe es gemeinsam zur Krippe auf den Klosterhof ging, wo zur Freude der Jüngsten zwar nicht so viele Tiere wie in den Vorjahren mitmachten, aber zwei Esel und zwei Schafe mit ihrem putzigen Nachwuchs ließen Kinderaugen ebenso strahlen wie ein richtiges Baby in der Krippe. Als Jesuskind nahm diesmal Immanuel-Elias Hillen Platz, der zehn Monate alte Junge der Eltern Andreas und Ramona aus Lautzkirchen lächelte zufrieden und war begehrtes Fotomotiv. „Sein ältester Bruder Joshua (6) ist seit zwei Jahren mit Begeisterung im Krippenspiel dabei, diesmal als Herbergsvater und als Hirte. Da wurde die Zusage zum Kind in der Krippe für Immanuel- Elias gerne gegeben“, sagte uns Mutti Ramona. „Es ist einfach eine tolle Atmosphäre für Jung und Alt“, zeigte sich Michael Matzanke begeistert.



Der Biesinger war mit Tochter Alexandra und Sohn Boris sowie den Enkeln Lilly (12) und Laurin (3) gekommen. Bei kostenlosem Glühwein und Glögg konnten sich die Erwachsenen bei Minustemperaturen die innere Wärme holen, Daniela und Thomas Körpert sowie Bruder Jakob füllten unermüdlich die Becher. Zur Stärkung wurden Plätzchen und Stollen gereicht, hier hatten Steffi und Klaus Kuhn zum 14. Male in Folge am Backofen gestanden.

Wie die fleißigen Pfarrei-Helfer Albert Bubel sowie Helga und Georg Staab griff zwischen seinen vielen Verpflichtungen als Pfarrer der Großpfarrei Heiliger Franz von Assisi auch Pfarrer Pater Hieronim gerne zu. „Ich freue mich, dass nicht nur die lebendige Krippe, sondern alle Weihnachtsgottesdienste in meinen fünf Pfarrgemeinden überaus gut besucht waren“, freute sich Pfarrer Hieronim über die überaus gute Resonanz.